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Allgemeinbildende öffentliche Schulen

Bis zur Sekundarstufe I besuchen die meisten Schülerinnen und Schüler in Bremen zunächst für vier Jahre eine Grundschule und anschließend eine Oberschule oder ein Gymnasium. In beiden Schularten können alle allgemeinbildenden Schulabschlüsse erreicht werden. Das Gymnasium ermöglicht das Abitur nach 12 Jahren, die Oberschule nach 13 Jahren, einige Oberschulen zusätzlich auch nach 12 Jahren. Nach der Sekundarstufe I können Schülerinnen und Schüler ihren Bildungsweg in einer Gymnasialen Oberstufe oder in den berufsbildenden Schulen fortsetzen - je nach Bildungsgang ebenfalls bis zum Abitur.

Gemeinsames Lernen
Oberschule und Gymnasium bieten ein möglichst langes gemeinsames Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Die Schulen tragen die Verantwortung für ihre aufgenommenen Schülerinnen und Schüler und verhelfen ihnen durch entsprechende Förderangebote zu dem individuell höchstmöglichen Bildungsabschluss. Das „Abschulen“ oder „Sitzenbleiben“ ist heute nicht mehr vereinbar mit der Vorstellung, über Bildung Chancen zu ermöglichen und jeden Menschen auf die bestmögliche Weise zu unterstützen. In Bremen wird deshalb in beiden Schularten erst am Ende der Sekundarstufe I erstmalig eine Versetzungsentscheidung getroffen – beim Übergang in die Gymnasiale Oberstufe.

Inklusion
Bremen hat als eines der ersten Bundesländer die Inklusion umgesetzt und so ermöglicht, dass auch Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Beeinträchtigungen am regulären Schulunterricht teilnehmen können. Hierbei werden alle Schulen durch Zentren für unterstützende Pädagogik (ZuP) und Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren (ReBUZ) unterstützt.

Zehn Jahre Schulfrieden
Die Bremer Schulreform begann im Jahr 2007 und wird seit 2009 schrittweise in die Praxis umgesetzt. Seit dem Schuljahr 2011/2012 sind alle Schulen in Oberschulen umgewandelt. Mit der Schulreform wurde auch ein zehn Jahre dauernder Schulfrieden beschlossen. So hat das neue Schulsystem unabhängig von einem Regierungswechsel Bestandsgarantie.

  • Einige Oberschulen bieten auch einen achtjährigen Bildungsgang zum Abitur an.
  • Zu jeder Schule gehört ein Zentrum für unterstützende Pädagogik (ZuP).
  • Es handelt sich hier um den schulischen Teil der Fachhochschulreife; zum Studium an einer Fachhochschule wird zusätzlich ein berufsbezogener Teil benötigt. Dieser kann z.B. durch den Nachweis einer abgeschlossenen anerkannten Berufsausbildung oder ein spezielles, vom Praktikantenamt genehmigtes, Praktikum erworben werden.

BBR = Einfache Berufsbildungsreife
EBBR = Erweiterte Berufsbildungsreife
MSA = Mittlerer Schulabschluss