Kindertageseinrichtungen haben einen gesetzlich verankerten Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag. Bildung, Erziehung und Betreuung sind in allen Einrichtungen untrennbar miteinander verbunden, sie wirken wechselseitig aufeinander ein. Die Angebote der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung zielen darauf, die Entwicklung der Kinder zu selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern und sie in ihren individuellen Kompetenzen und Talenten zu stärken. Im Sinne einer inklusiven Pädagogik und unter Achtung der Kinderrechte werden allen Kindern entwicklungsangemessene und bestmögliche Lern- und Entwicklungschancen geboten, die allen Teilhabe ermöglichen und Chancengerechtigkeit bieten. Demokratielernen ist ein Grundprinzip und wird in allen Einrichtungen und im Miteinander gelebt.
Institutionelle Einrichtungen bieten allen Kindern eine verlässliche Umgebung, in der sichere Bildungen entstehen können und das kindliche Bedürfnis nach Autonomie berücksichtigt wird. Phasen der Selbstbildung, in denen sich das Kind aktiv und selbstbestimmt mit der Umgebung auseinandersetzt, wechseln sich mit ko-konstruktiven Phasen ab, die auf einer gezielten Gestaltung von entwicklungs- und lernförderlichen Interaktionen beruhen.
Alle Einrichtungen bieten den Kindern eine gut strukturierte, vielfältige und alle Sinne ansprechende sowie anregende Entwicklungs- und Lernumgebung, die ein möglichst breites Spektrum an Wahrnehmungs- und Bildungserfahrungen ermöglicht.
Pädagogische Fachkräfte sind Lernbegleiter:innen, (Sprach-)Vorbilder, Interaktions- und Spielpartner:innen der Kinder, sie setzen den Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag ganzheitlich, fachlich und situativ um.
Die nachfolgenden curricularen Grundlagen, Projekte und Materialien dienen der Stärkung der professionellen Handlungskompetenzen frühpädagogischer Fachkräfte.