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Zwischen Matsch + Mathe - Naturforscher*innen in Kita und Grundschule

Fotomotiv der Postkarte zum Fachtag

Der unbedingte Wunsch, die Welt zu entdecken und handelnd zu "begreifen", ist uns Menschen in die Wiege gelegt.
Im Prozess des Matschens, Spritzens und Spielens erforschen und entdecken kleine wie große Kinder die Natur: Durch das sinnliche Erleben im aktiven Umgang mit Erde und Wasser, Moosen, Flechten, Blüten, Bäumen, Samen, Früchten etc. sammeln sie gleichzeitig Erfahrungen im Strukturieren und Gestalten ihrer Lebenswelt.

Indem Kinder nach den Ursachen und Beziehungen zwischen den Dingen fragen, begreifen sie zunehmend den vorausschauenden und schonenden Umgang mit unserer natürlichen Umwelt, sowie die Folgen ihres Handelns für sich und andere.

"Zwischen Matsch und Mathe" wollen wir uns in einem ersten gemeinsamen Fachtag insbesondere mit den Herausforderungen naturwissenschaftlichen Lernens im Übergang vom Kindergarten in die Grundschule beschäftigen, und uns auch in einen Prozess des Nachdenkens über Fragen einer, der kindlichen Entwicklung folgenden, förderlichen Lernbegleitung begeben.

[FETTTagesablauf:]

08.30 – 09.00 Uhr Ankommen der Teilnehmer*innen
09.00 – 09.30 Uhr Begrüßung und Infos zum Tag:
09.30 – 10:30 Uhr Vortrag Dr. Pareigis mit anschließender Diskussion
10.30 – 11.00 Uhr Pause
11.00 – 12.00 Uhr Vortrag Prof. Dr. Ramseger mit anschließender Diskussion
12.00 – 12.45 Uhr Mittagspause mit Imbiss
12.45 – 14.15 Uhr Workshop-Phase 1
14.15 – 14.45 Uhr Pause und Raumwechsel
14.45 – 16:15 Uhr Workshop-Phase 2
16.15 – 16.30 Uhr Raumwechsel
16.30 – 17.00 Uhr Austausch im Plenum & Abschluss

[FETTVorträge:]

  • Dr. Johanna Pareigis: "Das habe ich vorher nicht gesehen!" – Warum Naturerfahrungen nicht nur Kinder zufrieden machen

    Die Natur mit eigenen Körper zu erfahren, ist eine Grundlage unseres – auch des kognitiven- Wissens. Augen, Finger und Füße und alles was dazwischen liegt, liefern die somatischen Basisdaten für unser geistiges Verständnis von der Welt. Wer die Blätter der Bäume viele Male gefühlt, gesammelt, gesehen oder gar gezeichnet hat, kennt sie "persönlich2. Kinder wissen das besser als alle anderen. Für Kinder machen die Dinge Sinn, wenn sie verwendet worden sind: Pusteblume und Knallerbse! Wenn wir Sinn erleben, beginnt die Wertschätzung für die Welt um uns. Dann erst wächst die Motivation sie zu schützen. Das macht zufrieden. Der Vortrag stellt ausführlich da, warum die Natur und Naturerfahrungen in Entwicklung, Erziehung und Wohlbefinden von Kindern und Erwachsenen von essenziellem Wert sind. Der Workshop bietet eine eigene Erfahrung und ein Gespräch dazu: Zeichnen als Lernprozess, als Freiraum, als Weg zu Entspannung und Fokussierung, zu Arten- und Formenkenntnis. Kann ich nur das sehen, was ich weiß? Oder erkenne ich beim Sehen? Weiß ich dann, was ich sah?

  • Prof. Dr. Ramseger: "Naturwissenschaftliches Lernen im Übergang Kindergarten – Grundschule …"

    Kinder erkunden ihre Umwelt von Geburt an als aktiv Forschende. Aber sind sie damit schon "Wissenschaftler", wie so oft behauptet wird? Was ist überhaupt "Wissenschaft" und wie kann man mit Kindern im Vor- und Grundschulalter genuin wissenschaftlich arbeiten? Was kann man dabei auch falsch machen? Anhand von Video-Szenen aus Kindergärten und Grundschulen erläutert Prof. Dr. Ramseger (Freie Universität Berlin) Grundsätze eines angemessenen naturwissenschaftlichen Arbeitens im Übergang vom Elementarbereich in die Grundschule.
    Die Teilnehmer*Innen sollen Klarheit über Grundformen naturwissenschaftlichen Denkens und Handels im Elementar- und Primarbereich gewinnen. Sie sollen Mut bekommen, sich schon mit Kindern im Kindergarten auf genuin naturwissenschaftliche Erkundungen zu begeben, ohne die Erkenntnisarbeit der Kinder zu früh zu verschulen. Sie sollen dabei fachliche Kriterien kennenlernen, die gelungene von weniger empfehlenswerten Lernarrangements unterscheidbar machen.

[FETTWorkshops:]

  1. Dr. Johanna Pareigis (Fortbildnerin im Bereich Naturwissenschaft): "Das habe ich vorher gar nicht gesehen!" – Mit Kindern Natur zeichnen, wahrnehmen und genießen
  2. Dr. Annelie Dau (botanika, Grüne Schule): Tricks der Pflanzen - Samen und ihre Verbreitung
  3. Korinna Freihof (botanika, Grüne Schule): "Mathematik in Raum und Form entdecken"- Ist Mathematik die Sprache der Natur?
  4. Dr. Sylke Brünn (FlorAtrium): Urban Gardening bringt Grün in Kita und Grundschule
  5. Dr. Christine Schorr | Anna Mildner (Universum Bremen): Ist das was!? Oder kann das weg?! - Bauen und Konstruieren aus Müll

Zielgruppe(n)
Fortbildungsmodul "Haus der kleinen Forscher", Pädagogische Fachkräfte mit thematischem Interesse
Veranstaltungsart
Fachtag
Veranstaltungsreihe
Fortbildungen zum Bildungsbereich Natur, Umwelt, Technik
Rubrik
Natur, Umwelt, Technik: Grundlagen
Beginn
26.10.2017
Ende:
26.10.2017
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Anmeldeschluss
04.10.2017
Veranstaltungsort
Landesinstitut für Schule (LIS), Weidedamm 20, 28215 Bremen