Der Einsatz von Ritualen trägt maßgeblich zur Alltagsorganisation in Kindergruppen bei. „Über eine den Kindern durchschaubare zeitliche Struktur, wie sie durch einen wiederkehrenden gegliederten Tagesablauf gegeben ist, werden das Gefühl von Sicherheit, Strukturierungsvermögen und die Zeitwahrnehmung gefördert“ (Rahmenplan für Bildung und Erziehung, 36). Die Herausforderung an die Fachkraft besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen notwendigen wiederkehrenden Strukturen und individuell bedeutsamer Flexibilität zu schaffen und dabei die Beteiligungsmöglichkeiten der Kinder zu berücksichtigen.
In einem ersten Termin werden die Bedeutung von Strukturen und Ritualen im Tagesablauf thematisiert. Besondere Herausforderungen, die den eigenen Gruppenalltag betreffen, werden analysiert und diskutiert. Die anschließende sechswöchige Praxisphase gibt Raum zur Erprobung von Veränderungsmöglichkeiten. Der zweite Termin dient sowohl der Reflexion als auch der Planung weiterer Schritte.