Sie haben die Möglichkeit, eigene bereits gemachte Erfahrungen mit dem Portfolio in der Kita zu reflektieren, sich auszutauschen und anhand der neuen LED vielfältige Anregungen für die eigene Praxis mitzunehmen. Dabei wird es u.a. um die Inhalte und Bedeutung des Portfolio als Entwicklungsdokumentation, den Portfolioprozess, die Begleitung der Kinder, gestalterische Fragen und Portfoliogespräche gehen.
Aus der Praxis für die Praxis: Portfolio für Krippenkinder und junge Kitakinder
Die Beobachtung der Kinder im Kita-Alltag ist das A und O des pädagogischen Handelns, die Dokumentation dieser Beobachtungen ein wesentlicher Bestandteil des Bremer Rahmenplans. Wie wichtig, wertvoll und vielschichtig dieses Thema für die Pädagogik in Bremer Kitas ist, zeigt sich in der Überarbeitung und Neuauflage der Bremer individuellen Lern- und Entwicklungsdokumentation (LED).
Das Portfolio ist ein zentraler Bestandteil der LED und zeitgleich eine große Herausforderung im pädagogischen Alltag. Begriffe wie Zeitmangel, eine Flut von Beobachtungsbögen, nur Verwaltung der kindlichen Entwicklung, Stress, „auch das noch“ lassen in diesem Zusammenhang den Eindruck entstehen, dass das pädagogischen Personal diesen Anforderungen nur bedingt gerecht werden kann.
In dieser Fortbildung wird aufgezeigt, dass die Arbeit mit dem Portfolio eine überaus kreative und interessante Methode ist, die Entwicklung des Kindes wahrzunehmen, in Schrift und Bild festzuhalten und zu dokumentieren. Dabei ist das Portfolio mehr als nur ein schönes Erinnerungsbuch an die Kindergartenzeit. Entwicklungsschritte und Lernstrategien des Kindes werden aufgezeigt, Einblicke in die Erlebniswelt des Kindes gewährt und Eltern an dem Alltag in der Einrichtung beteiligt.
Schwerpunkt der beiden Fortbildungstage ist, Grundsätze des Portfolios aus der Bremer LED in die praktische Arbeit zu übertragen und erste Praxiserfahrungen zu sammeln und mit anderen pädagogischen Fachkräften zu reflektieren.
Am ersten Fortbildungstag wird das Konzept des Portfolios anhand der Bremer LED vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen aus der Einrichtung KEFI e.V. veranschaulicht. Erste eigene Portfolioseiten werden für den Einsatz in der eigenen Einrichtung erstellt. Zudem wird die Elternbeteiligung und die Verknüpfung des Portfolios mit weiteren Elementen der LED Bestandteil des Seminars sein.
Der zweite Fortbildungstag ist (nach 6-8 Wochen nach dem 1. Tag) ein Reflexionstag für die Erfahrungen der TeilnehmerInnen in den vergangenen Wochen. Was habe ich gemacht? Wie haben die Kinder reagiert? Was habe ich über das einzelne Kind erfahren? Was war gut? Was möchte ich zukünftig anders machen? Abgerundet wird der 2. Seminartag durch die Vorstellung von verschiedenen Zeitstrukturen vorgestellt, die das Portfolio zum festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit werden lassen.