Welche Botschaften empfangen Kinder über das soziale Zusammenleben in unserer Gesellschaft? Welche Bedeutung haben diese Botschaften für ihr Bild von sich selbst und von anderen? Was bedeutet das für ihre Lernmotivation? Und welche Informationen und Werte wollen wir als Pädagogen und Pädagoginnen den Kindern geben?
In der Vorurteilsbewussten Pädagogik stehen diese Fragen im Fokus. Mit Hilfe der Vorurteilsbewussten Bildung können wir Lernsituationen und Lernumgebungen gestalten, in denen Kinder ermutigt und angeregt werden, ihre Gedanken zu äußern sowie sich in andere einzufühlen.
Schon kleine Kinder entwickeln so etwas wie Vor-Vorurteile als Folge von Einseitigkeiten oder Botschaften von Erwachsenen . Wer allerdings aufgrund von Vorurteilen ausgegrenzt wird, ist in seinen Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten eingeschränkt. Deshalb tragen pädagogischen Fachkräfte die Verantwortung dafür, solche Lernsituationen zu schaffen und eine Lernumgebung zu gestalten, welche Identitäten stärkt und die Vielfalt repräsentiert.
In dieser Fortbildung zur vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung geht es darum, diesen Ansatz kennenzulernen und praktische Anregungen für den Kita-Alltag mit kleinen Kindern zu bekommen, wie z.B. Gestaltung von Familienwänden, Erforschen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden oder Dialoge über Werte mit den Eltern zu führen.