Was wird erprobt?
Im Pilotprojekt erprobt die Bildungsbehörde Bremen erstmals eine verbindliche, digitale Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte an ausgewählten Schulen unterschiedlicher Schulformen.
Warum wird das Projekt umgesetzt?
Ziel ist es, Arbeitszeit transparent darzustellen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz sicherzustellen und eine verlässliche Grundlage für eine moderne und nachhaltige Arbeitsorganisation an Schulen zu schaffen.
Wie funktioniert die Arbeitszeiterfassung?
Die Arbeitszeit wird auf Basis eines Jahresarbeitszeitmodells digital erfasst. Neben dem Unterricht werden auch weitere schulische Tätigkeiten wie Vor- und Nachbereitung, Teamarbeit, Elternarbeit und administrative Aufgaben berücksichtigt.
Was bleibt unverändert?
Das bestehende Deputatsmodell bleibt bestehen und wird vollständig in das Jahresarbeitszeitmodell überführt. Es erfolgt keine Veränderung des Umfangs der individuellen Unterrichtsverpflichtung.
Rechtlicher Rahmen und Arbeitsschutz
Die Ausgestaltung des Pilotprojekts erfolgt auf Grundlage geltender arbeitszeitrechtlicher Vorgaben, insbesondere der EU-Arbeitszeitrichtlinie und der Bremischen Arbeitszeitverordnung, einschließlich der Regelungen zu Ruhezeiten und Pausen.
Wer ist beteiligt?
An der Entwicklung und Erprobung des Modells sind Pilotschulen, Schulleitungen, Lehrkräfte, Interessenvertretungen sowie die Bildungsbehörde beteiligt. Der Prozess wird fachlich begleitet und durch externe Expertise unterstützt.
Zeitplan und Pilotphase
Die Pilotphase startet im Schuljahr 2026/27. Zuvor werden die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen erarbeitet und in einer eigenen Dienstvereinbarung verbindlich festgelegt.
Ziel und Perspektive
Die im Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Arbeitsbelastungen besser zu verstehen, Schulen in ihrer Organisation zu stärken und perspektivisch Grundlagen für eine Weiterentwicklung der Arbeitszeitorganisation an Bremer Schulen zu schaffen.
Stand: Dezember 2025