Bremen, 20.06.24
Schiffstauen sind nicht nur „großen Pötten“ vorbehalten, sie gehören auch für Ruderboote zum guten Start ins Wasser-Dasein dazu – das gilt zumindest für das Wassersportzentrum der Senatorin für Kinder und Bildung am Werdersee. Dort stand die ungewöhnliche Zeremonie an, denn die Anschaffung neuer Ruderboote ist selten, die Kosten sind hoch. Doch das Auswechseln ist bei über 30 Jahre alten, häufig „geflickten“ Booten notwendig. Das Anfang 2023 für ein Jahr aufgelegte Programm „Eine Schule – ein Boot“ machte es dann möglich, Schulen zahlten 2/3 der Kosten, der Schulsport SKB schoss 1/3 dazu – ein Kraftakt für alle. Erst nach den Werft-Aufträgen werden die Wassersportgeräte gebaut. Jetzt sind sie fertig und so ging ein neues Boots-Quartett an den Start: Ein Einer für das Gymnasium Horn, jeweils ein Doppelzweier für die Freie Evangelische Bekenntnisschule und das Ökumenische Gymnasium ein GIG-Dreier als Gemeinschaftsprojekt des Gymnasiums Hamburger Straße und der OS und Ruderschule am Leibnizplatz.
Zur Taufe mit Werderseewasser und feierlichen Worten von Schüler:innen kamen alle zusammen. Thomas Wichmann, der sich (gemeinsam mit Thomas Wallat) bisher und auch nach seiner Pensionierung weiter um das Bootshaus kümmern wird, stimmte die Rudergemeinschaft ein, danach ging’s zur Sache. Kleine Weser, EinHorn, Erika und Schwalbe heißen die Neuzugänge, die dann auch gleich zu Wasser gelassen wurden, um ein paar Ruderschläge auszuprobieren. Natürlich ist die Nutzung der Boote nicht nur den namensgebenden Schulen vorbehalten, sondern darf auch von anderen genutzt werden. Ein solidarisch-sportlicher Weg, der erstmals beschritten wurde und allen Ruder-Schüler:innen zu Gute kommt.
Natürlich auch für die Wettbewerbe Jugend trainiert für Olympia. Der Landesentscheid wurde bereits „ausgeskullt“ – WK II und WK III Sieger:innen: OS am Leibnizplatz.
„Danke an alle, die das in Bremen traditionsreiche Rudern und den Wassersport unterstützen. Wir haben zusammen viel für den Rudersport erreicht, die Oberschule am Leibnizplatz ist eine Bank für den Wassersport, vielen Dank fürs Kümmern. Dass die Schulen sich so angestrengt und finanziell lang gemacht haben, hat sich gelohnt. Die Schüler:innen sind happy. Vielleicht gibt es ja für die nächsten Boots-Anschaffungen Sponsoren, die dann taufen dürfen“, so Annette Kemp, Referentin für Schulsport bei der Senatorin für Kinder und Bildung.