Bremen, den 06.09.2024
Wahnsinnig beeindruckend! Dies gilt sowohl Baugeschwindigkeit, als auch für die Ausmaße und das Interieur des neuen Sportzentrums der sportbetonten Oberschule an der Ronzelenstraße. In der mehr als 20 Meter hohen Sportstätte sind zwei Hallen mit insgesamt sechs Feldern – inklusive Trennvorrichtungen – auf zwei Etagen entstanden. Das Obergeschoss ist für den Schul- und Vereinssport vorgesehen, die untere Halle ist bundesligatauglich mit Besuchertribüne für bis zu 300 Zuschauer:innen ausgestattet. Vor allem hochklassige Spiele im Handball, Volleyball und Hockey werden hier künftig ausgetragen und zu sehen sein. Festinstallierte Kameras machen eine „Spielüberwachung“, Livestreams und ggf. auch Fernsehübertragungen aus der unteren Halle möglich. Zusätzlich sind in einem viergeschossigen Gebäudeteil zwei Lernflächen für Sporttheorie, ein Kraftraum sowie weitere Nebenräume integriert. Alles ist auf dem neuesten Stand der Technik und zum allergrößten Teil barrierefrei. Die Senatorin für Kinder und Bildung hatte schon 2018 mit einem Aufschlag den Weg geebnet, im Oktober 2021 hatten der Senat und die Deputation den Bau beschlossen – finanziert vornehmlich über den städtischen Bildungshaushalt.
Die Freude über den Neubau ist riesig. Schulleiterin Hermi Auner, Leistungssportkoordinator Harald Wolf und weitere Akteur:innen hatten sich mit dem großen Ganzen und auch vielen Detailfragen in vielen „Über-„-Stunden auseinandersetzen müssen – das Ergebnis belegt: es hat sich gelohnt.
Während der Eröffnung zeigten sich Finanzsenator Björn Fecker, Sportsenator Ulrich Mäurer und LSB-Präsidentin Eva Quante-Brandt in ihren Reden sportlich überwältigt. „Bremens Sportinfrastruktur wird durch die neue Anlage erheblich aufgewertet. Dieses Ensemble ist einzigartig, ich habe noch nichts Vergleichbares gesehen“, so Mäurer, der zusätzlich witzelte: „Gut, dass das Sportzentrum vor der Haushaltssperre fertig geworden ist:“ Fecker hatte zuvor das schnelle Bauen gelobt. Das Projekt setze Maßstäbe für schnelleres Bauen. Gerade mal anderthalb Jahre nach der Grundsteinlegung sei mit der Einweihung die Ziellinie erreicht. „Zudem ist das Sportzentrum ein Bekenntnis für den Leistungssport“. Das betonte auch die LSB-Präsidentin: „Wir wollen den Leistungssport - olympisch, paraolympisch, nicht olympisch. Mit dem Sportzentrum haben wir beste Voraussetzungen.
Das erreichen sportlicher Höchstleistungen setzt sehr gute Rahmenbedingungen voraus. Die neue Halle ist ein weiterer Baustein des modernen Sportzentrums Ronzelenstraße und des Verbundsystems Leistungssport. In der Oberschule werden Leistungssportler:innen gefördert, unterstützt und zu einem bestmöglichen Bildungsabschluss bis hin zum Abitur begleitet – neun Sport-Leistungskurse, Grundkurse, eine sportliche Grundeinstellung (Ergometer-Klassen), täglich mehrfaches Kadertraining in diversen Sportarten, rhythmisierter Unterricht, individuelle Lösungen für Wettkampfzeiten und Lehrgänge sowie das vor einem Jahr eröffnete Sportinternat Bremen tragen zum Erfolg der OS Ronzelenstraße bei.
„Mit einer differenzierten sportlichen Ausrichtung hat sich die Oberschule ein für Bremen einzigartiges Profil gegeben. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen und mündet im nächsten Schritt in das Bewerbungsverfahren zur Eliteschule des Sports. Mit dem – vornehmlich vom Bildungsressort finanzierten - Neubau ist eine für Norddeutschland einzigartige Sportstätte mit überregionaler Strahlkraft entstanden. Ich freue mich riesig, denn der professionelle Rahmen für den intensiven dualen Blick auf Hochleistungssport und Bildung wird an der Schule damit weiter ausgebaut. Und es gab noch einen Grund zum Feiern. Nicht nur die Eröffnung der spektakulären Halle, sondern auch das 50jährige Bestehen der OS Ronzelenstraße. Herzlichen Glückwunsch“, so Annette Kemp, Referentin für Schulsport bei der Senatorin für Kinder und Bildung.
Daten und Fakten: