Im Rahmen einer Delegationsreise reisten Ende letzten Jahres zwei Vertreter der beruflichen Bildung des Senators für Kinder und Bildung gemeinsam mit den Schulleitungen dreier Bremer Berufsschulen – der Europaschule Schulzentrum SII Utbremen, des Technischen Bildungszentrums Mitte sowie der Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr – nach Shanghai. Begleitet wurde die Delegation von einer Vertreterin der Erasmus-Koordinierungsstelle der Senatskanzlei Bremen. Ziel der Reise war es, den internationalen Austausch im Bereich der beruflichen Bildung zu vertiefen und neue Kooperationsperspektiven mit chinesischen Partnern zu erschließen. Zentrale Ankerpunkte der Zusammenarbeit in Shanghai sind die Partnerschule der Europaschule SZ SII Utbremen, die Shanghai I&C Foreign Languages School, sowie die AHK Greater China, mit denen seit vielen Jahren eine verlässliche und tragfähige Kooperation besteht. Ergänzend dazu ist Bremen im asiatischen Raum auch im koreanischen Kontext international vernetzt: Mit KoreaPEN (Practice Enterprise Network), der zentralen Koordinierungsstelle für Übungsfirmen in Südkorea mit Sitz in Seoul, besteht eine langjährige und stabile Zusammenarbeit. Die Delegationsreise wurde im Rahmen eines vorbereitenden Besuchs durch das Förderprogramm „AusbildungWeltweit“ ermöglicht. Das Programm unterstützt vorbereitende Maßnahmen sowie internationale Praktikums- und Mobilitätsformate in der beruflichen Bildung und schafft damit wichtige Voraussetzungen für den Aufbau nachhaltiger internationaler Partnerschaften. Inhaltlicher Schwerpunkt des Besuchs war die Vorbereitung zukünftiger Auslandspraktika im Rahmen von AusbildungWeltweit sowie die weitere Konkretisierung der geplanten Zusatzqualifikation „Asiatische Wirtschaft und Technik“. Ziel ist es, berufliche Bildung stärker international auszurichten und praxisnahe, interkulturelle Lern- und Qualifizierungsangebote zu entwickeln. Während des Aufenthalts besuchte die Delegation Berufsbildungseinrichtungen unterschiedlicher Fachrichtungen, darunter Vertreter des Xuchang Technical College, die Shanghai Industrial Technology School und die Shanghai Pharmaceutical School. Ergänzend fanden Unternehmensbesuche in Shanghai (u. a. iSoftStone, Karl Gross Logistics Co., Ltd., C. Melchers GmbH & Co. KG, Kühne + Nagel) sowie in Taicang statt, darunter die Scheffler Lehrwerkstatt, IMS Gear, das Suzhou Chien-Shiung Institute of Technology, der Sino-German Dual Vocational Education Industrial Park sowie die AHK Akademie. Die Gespräche ermöglichten differenzierte Einblicke in chinesische Ausbildungskonzepte, die Verzahnung von Schule und Praxis sowie betriebliche Qualifizierungsmodelle. Die Delegationsreise verdeutlichte, dass auf beiden Seiten ein ausgeprägtes Interesse an einer vertieften und langfristigen Zusammenarbeit besteht. Insbesondere im Bereich nachhaltiger Bildungsstrategien eröffnen sich vielfältige Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen. Gemeinsames Ziel ist es, internationale Bildungswege systematisch zu stärken und jungen Menschen den Zugang zu internationaler beruflicher Bildung dauerhaft zu erleichtern.
(Aktualisiert am 11.02.26)
Seit 2017 ist Bremen im ostasiatischen Raum eng vernetzt. Was als Lehr- und Projektarbeit an Shanghaier Berufsschulen begann, hat sich zu stabilen Schulpartnerschaften, digitalen Lernprojekten und ersten internationalen Praktika entwickelt – getragen von kontinuierlichem Austausch und verlässlichen Partnern in China und Korea.
Der Fokus liegt nun auf dem nächsten Entwicklungsschritt: der systematischen Vorbereitung weiterer Auslandspraktika in Shanghai und Taicang. Wie viele Praktika es bereits gab, wie die Kooperationen gewachsen sind und was als Nächstes geplant ist – genau darauf geben die folgenden Fragen Antworten.
Entstanden ist das Ostasien-Netzwerk 2017 durch meine Tätigkeit als Gastdozent an 4 Shanghaier Berufsschulen. Dort habe ich in den folgenden Jahren Bildungsprojekte in der kaufmännisch-fachpraktischen Ausbildung begleitet und gemeinsam mit chinesischen Lehrkräften sowie mit Schülerinnen und Schülern verschiedenster Bildungsgänge den Aufbau virtueller Unternehmen und Lernumgebungen vorangetrieben. Dies beinhaltete insbesondere die Einführung von ERP-Systemen in der kaufmännisch‑fachpraktischen Ausbildung, etwa Odoo und SAP. Im Jahr 2018 wurde die erste Schulpartnerschaft zwischen der Shanghai I&C Foreign Languages School und der Europaschule SZ SII Utbremen initiiert. Seither wurde sie zweimal erweitert und wird von allen Beteiligten kontinuierlich vorangetrieben. Sie gilt zu Recht als langjährig und stabil, da sie seit Jahren durch regelmäßige Begegnungen, Austauschformate und konkrete Projekte getragen wird. Im selben Jahr begann zudem die Zusammenarbeit zwischen der Organisation KoreaPEN (Practice Enterprise Network) und der Europaschule SZ SII Utbremen.
In den Großraum Seoul (Südkorea) wurden bislang drei Praktikanten entsendet. Darüber hinaus hat sich im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen dem Technischen Bildungszentrum Mitte und der Seoul Robotics Highschool eine lebendige und verlässliche Zusammenarbeit etabliert, die einen kontinuierlichen Austausch von Lernenden auf beiden Seiten ermöglicht. Diese Kooperation wurde maßgeblich durch unseren langjährigen Partner KoreaPEN initiiert und begleitet.
Ergänzend zu den seit mehr als acht Jahren bestehenden Austausch- und Projektformaten zwischen Bildungseinrichtungen in Shanghai und der Europaschule SZ SII Utbremen – teils digital, teils hybrid – befindet sich das Vorhaben derzeit in der Phase der systematischen Vorbereitung von Auslandspraktika in Shanghai und Taicang. Hierzu werden konkrete Praktikumsplätze identifiziert und die jeweiligen Rahmenbedingungen (Dauer, Inhalte, Betreuung) mit den Partnerinstitutionen abgestimmt. Als nächster Umsetzungsschritt sind Pilotentsendungen vorgesehen. Derzeit gibt es an der Europaschule SZ SII Utbremen bereits einen Auszubildenden, der Interesse an einem Praktikum in China signalisiert hat.
Vorbereitende Besuche sowie Mobilitäten zur Entsendung von Praktikantinnen und Praktikanten sollen, bzw. werden vorrangig über das BMBF-Programm „AusbildungWeltweit“ (Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung – BIBB) gefördert. Dieses Programm stellt derzeit das zentrale Finanzierungsinstrument für internationale Praxisaufenthalte (Praktika) in Drittstaaten außerhalb Europas dar und ermöglicht sowohl vorbereitende Projektanbahnungen als auch die Durchführung von Auslandspraktika.
Ergänzend können – abhängig vom jeweiligen Vorhaben (z. B. projektbezogene Austauschformate, Gruppenmobilitäten oder individuelle Zusatzaufenthalte) – in begrenztem Umfang Eigenmittel der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden, sofern dies sozialverträglich gestaltet und im Vorfeld transparent kommuniziert wird.
Darüber hinaus kommt perspektivisch auch der Einsatz von Mitteln aus Erasmus+ in Betracht. Im Rahmen der Erasmus+-Leitaktion 1 (Mobilität von Lernenden und Personal) besteht die Möglichkeit, bis zu 20 % der bewilligten Projektmittel für Mobilitäten in Partnerländer außerhalb des Erasmus-Programmraums zu verwenden. Diese sogenannte internationale Mittelverwendung dient der Stärkung der globalen Dimension von Erasmus+ und ermöglicht u. a. Praktika, Lernaufenthalte sowie vorbereitende oder begleitende Mobilitäten in außereuropäischen Partnerregionen. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen strategisch in das Internationalisierungskonzept der Einrichtung eingebettet sind, qualitativ gesichert durchgeführt werden und die einschlägigen Programmvorgaben (u. a. Höchstanteil von 20 % der Gesamtförderung, dokumentierte Partnerschaften, transparente Auswahlverfahren) eingehalten werden.
Vor diesem Hintergrund wird geprüft, in welchem Umfang Erasmus+-Mittel ergänzend zu „AusbildungWeltweit“ für ausgewählte internationale Mobilitäten eingesetzt werden können, um eine verlässliche und diversifizierte Finanzierungsstruktur für die geplanten Entsendungen zu gewährleisten.
Die Zusammenarbeit ist ausschließlich bildungs- und wertegebunden. Ziel ist der Aufbau und die Verstetigung einer qualitätsgesicherten internationalen Bildungskooperation mit klar definierten pädagogischen, curricularen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Sämtliche Aktivitäten dienen unmittelbar dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der beteiligten Einrichtungen sowie der Förderung interkultureller, fachlicher und personaler Kompetenzen der Lernenden und des pädagogischen Personals.
Die Kooperation orientiert sich an gemeinsamen Grundwerten wie Weltoffenheit, Vielfalt, gegenseitigem Respekt, Toleranz und verantwortungsbewusstem Handeln im internationalen Kontext. Sie folgt damit den bildungspolitischen Zielsetzungen der Internationalisierung beruflicher Bildung sowie den einschlägigen Qualitäts- und Transparenzanforderungen europäischer und nationaler Förderprogramme (u. a. Erasmus+, AusbildungWeltweit).
Alle Austausch- und Projektformate sind institutionell angebunden, pädagogisch begleitet und in schulische bzw. curriculare Zusammenhänge eingebettet. Sie werden auf Grundlage klarer Vereinbarungen zu Inhalten, Betreuung, Qualitätssicherung und Evaluation durchgeführt. Wirtschaftliche oder kommerzielle Bindungen werden im Rahmen der Zusammenarbeit weder angestrebt noch begründet; Praktika und Projektformate dienen ausschließlich Lern- und Qualifizierungszwecken. Eine Nutzung der Kooperation für wirtschaftliche Interessen einzelner Unternehmen oder Organisationen ist ausgeschlossen.
Auszubildende: reale Praxis- und Auslandserfahrungen, erweiterte Kompetenzen und Netzwerke.
Lehrkräfte: fachlicher Austausch, Curriculumentwicklung, internationale Projektpraxis. Schulen: Profilbildung, Qualitätssicherung, stärkere Vernetzung mit Wirtschaft und internationalen Bildungspartnern.
Betriebe: Einblick in internationale Ausbildungskultur, Zugang zu motivierten Nachwuchskräften und Know-how-Transfer.
Die Kooperationen eröffnen Auszubildenden neue Wege, berufliche Praxis im internationalen Kontext zu erleben – mit klaren Lernzielen, verlässlicher Betreuung und fester Einbindung in die Ausbildung. Wie die Praktika in Shanghai und Südkorea gestaltet sind, welche Berufsfelder im Fokus stehen und welchen Mehrwert sie für Kompetenzentwicklung und berufliche Orientierung bieten, zeigt der folgende Abschnitt.
Durch die bestehenden und im Aufbau befindlichen Kooperationen eröffnen sich für Auszubildende verlässliche und qualitätsgesicherte Möglichkeiten zu internationalen Praktika und projektbezogenen Lernaufenthalten in Shanghai und Südkorea. Die Einsätze konzentrieren sich insbesondere auf kaufmännische und dienstleistungsorientierte Berufsfelder sowie – abhängig vom jeweiligen Partnerprofil – auf techniknahe Bereiche.
Vorgesehen sind strukturierte Praktika mit klar definierten Aufgaben- und Lernprofilen, verbindlicher fachlicher Betreuung vor Ort sowie einer organisatorischen und pädagogischen Begleitung durch die entsendenden Einrichtungen. Die Aufenthalte werden in bestehende Ausbildungsgänge integriert und dienen der Erweiterung beruflicher Handlungskompetenz, der Stärkung interkultureller und sprachlicher Fähigkeiten sowie der Vorbereitung auf zunehmend international geprägte Arbeitszusammenhänge.
Darüber hinaus erhalten Auszubildende Einblicke in betriebliche Abläufe und Ausbildungsstrukturen in internationalen Kontexten, wodurch ihre fachliche Orientierung, Selbstständigkeit und Mobilitätsbereitschaft nachhaltig gefördert werden. Die Kooperationen eröffnen damit zusätzliche, curricular eingebundene Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, ohne wirtschaftliche Bindungen zu begründen; im Vordergrund steht ausschließlich der Bildungs- und Qualifizierungszweck.
Gemeinsame Auswahl geeigneter Praktikumsplätze mit den Partnereinrichtungen.
Die Auslandsaufenthalte sind gezielt darauf ausgerichtet, die berufliche und persönliche Kompetenz der Auszubildenden nachhaltig zu stärken. Im Vordergrund steht die Erweiterung der fachlichen Handlungskompetenz, einschließlich praxisnaher Erfahrungen, beispielsweise im Umgang mit ERP-Systemen und betrieblichen Prozessen.
Darüber hinaus werden interkulturelle Kommunikationsfähigkeiten und Sprachpraxis, vorrangig in Englisch, systematisch gefördert. Natürlich soll auch der Einsatz einer asiatischen Sprache gefördert werden, vornehmlich Chinesisch und Koreanisch. An der Europaschule SZ SII Utbremen gibt es schon seit 2019 die Möglichkeit Chinesisch zu lernen. Die Lernenden sammeln Erfahrungen in multikulturellen Teams, wodurch Teamarbeit, Problemlösefähigkeit und selbstständige Organisation von Aufgaben gestärkt werden.
Ergänzend entwickeln die Teilnehmenden Soft Skills wie Anpassungsfähigkeit, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und reflektiertes Handeln im internationalen Umfeld. Die Aufenthalte sind pädagogisch strukturiert und begleiten die Auszubildenden so, dass fachliche, sprachliche und soziale Kompetenzen in einem klar definierten, praxisorientierten Rahmen gleichzeitig gefördert werden.
Persönlich: Selbstständigkeit, Resilienz, interkulturelle Sicherheit. Beruflich: nachweisbare Praxiserfahrung, erweiterte Sprach- und Digitalkompetenzen, bessere Beschäftigungsfähigkeit und internationale Netzwerke.
Auf Grundlage der bisherigen Aktivitäten in Ostasien lassen sich die nächsten Schritte gegenüber den Partnern in China und Südkorea wie folgt präzisieren und gezielter begründen:
Shanghai und Taicang:
Zunächst wurden und werden konkrete Praktikumsplätze in Unternehmen und Bildungseinrichtungen identifiziert, die den Ausbildungsprofilen der Teilnehmenden entsprechen. Vor Ort werden wir durch die Deutsche Auslandshandelskammer sowie durch die Partnerschule der Europaschule SZ SII Utbremen unterstützt. Parallel dazu werden verbindliche Rahmenbedingungen definiert, einschließlich Dauer, Inhalte, Lernziele und fachlicher sowie organisatorischer Betreuung. Zur effizienten Umsetzung gibt es ein Team von praxiserfahrenen Personen in Schule sowie auch in Koordination mit dem Referat 22 der SKB, um die Abstimmung zwischen den Entsendeschulen, Partnerinstitutionen und Praktikumsbetrieben zu sichern. Auf dieser Grundlage sollen erste Pilotentsendungen von Auszubildenden erfolgen, die als Testlauf für die Skalierung weiterer Praktika dienen. Aktuell gibt es bereits den ersten Interessenten an der Europaschule SZ SII Utbremen. Ziel ist es, die Praktika curricular zu integrieren, qualitätsgesichert zu gestalten und die Lernenden optimal auf internationale Arbeitskontexte vorzubereiten.
Südkorea:
Die Kooperation mit KoreaPEN sowie den beteiligten Schulen und Practice Enterprises wird strukturell ausgebaut. Auf Basis der positiven Erfahrungen aus vorbereitenden Besuchen und bereits erfolgten Entsendungen von Schülern, werden weitere konkrete Entsendungen von Auszubildenden geplant. Dabei stehen die Entwicklung klarer Aufgabenprofile, die fachliche Betreuung vor Ort sowie die Einbettung der Praktika in die bestehenden Ausbildungsrahmen im Vordergrund. Ziel ist ein nachhaltiger, wertorientierter Austausch, der sowohl fachliche Kompetenzen als auch interkulturelle und sprachliche Fähigkeiten der Lernenden fördert. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit so gestaltet, dass sie langfristig tragfähig und institutionell verankert ist, ohne wirtschaftliche Interessen zu begründen.
In beiden Fällen liegt der Fokus auf qualitätsgesicherten, strukturierten Mobilitäten, die strategisch in die Internationalisierungsstrategie der beteiligten Bildungseinrichtungen eingebettet sind und eine solide Grundlage für eine langfristige, belastbare Partnerschaft bieten.
Geplant ist die Weiterentwicklung modularer Angebote mit Praxisbezug und internationaler Komponente. Die genaue Ausgestaltung (z. B. ein Praktikum-Modul, Schnittstellen zu kaufmännischen/technischen Curricula) wird mit den Partnern abgestimmt. Kommunikation erfolgt nach Abschluss der Konzeptphase.
Ja. Bereits jetzt sind Schulleitungen und Lehrkräfte mehrerer Berufsbildender Schulen beteiligt. Das Netzwerk soll schrittweise für weitere berufsbildende Schulen und passende Ausbildungsgänge geöffnet werden.
Die langfristige Verankerung der internationalen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung erfolgt über ein systematisches Zusammenspiel institutioneller, pädagogischer und strategischer Maßnahmen:
Zentrale Grundlage sind verbindliche Partnerschaftsvereinbarungen mit den beteiligten Schulen, Praxispartnern und internationalen Kooperationsinstitutionen. Hierzu zählen insbesondere Partnerorganisationen wie KoreaPEN, die Seoul Robotics Highschool, die Shanghai I&C Foreign Languages School, die Greater China AHK sowie weitere Akteure in China (Shanghai, Taicang). Diese Vereinbarungen regeln Inhalte, Verantwortlichkeiten, Qualitätssicherung und die pädagogische Begleitung der Mobilitäten.
Ergänzend könnten standardisierte Verfahren eingeführt werden, die die Auswahl der Teilnehmenden, die fachliche und organisatorische Betreuung vor Ort sowie die Evaluation der Maßnahmen strukturieren und transparent gestalten würden.
Die Mobilitäten und Austauschformate sollten curricular verankert werden, sodass sie als Bestandteil der Ausbildung anerkannt würden. Dies könnte auch die Möglichkeit umfassen, Zusatzqualifikationen zu vergeben, die erworbene fachliche, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen dokumentieren würden. Regelmäßige Erfolgskontrollen könnten dazu beitragen, die Programme kontinuierlich zu optimieren, während eine transparente Kommunikation zwischen allen Beteiligten die Abstimmung und die langfristige Stabilität der Kooperation sichern würde.
Die Einbindung zentraler Akteurinnen und Akteure – darunter die Handelskammer Bremen, nationale Förderagenturen (z. B. BIBB/AusbildungWeltweit) sowie internationale Partnerinstitutionen – trägt dazu bei, die Kooperationen institutionell abzusichern, nachhaltig auszugestalten und in der Internationalisierungsstrategie der beruflichen Bildung strategisch zu verankern. So entsteht eine belastbare Grundlage für die kontinuierliche Entwicklung von internationalen Praktika, Austauschprogrammen und projektbasierten Lernformaten in Ostasien – mit Partnern wie der Shanghai I&C Foreign Languages School – und darüber hinaus.
Nils Peschke
Referat 22 – Berufsbildende Schulen
Tel.: (0421) 361-10487