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Projekte und Programme weiterer Bildungsbereiche

Kinder lernen von Anfang an. Sie wollen sich und ihre Umwelt begreifen und haben viele wissbegierigen Fragen – schon lange vor dem Schuleintritt. Warum ist etwas so – und nicht anders, wie funktioniert dies und weshalb passiert das, warum sehen die einen Menschen so aus, und die anderen ganz anders?

Entdeckungsfreudig und weltoffen nähern sie sich den Menschen, Dingen und Verhältnissen in der Welt. Indem sie ihre Sinneseindrücke und Erfahrungen mit eigenen Handlungen in einen Zusammenhang bringen und ihnen eine Bedeutung zuweisen, eigenen sie sich die Welt an, entwickeln sich weiter und lernen. Sichere Bindungen bilden eine wichtige Basis für dieses freie Explorationsverhalten. Die Erwachsenen sind gefordert, feinfühlig auf die Bedürfnisse und die individuellen Interessen und Themen der Kinder einzugehen. Sie schaffen eine Umgebung, in der das Kind sein Potenzial an Fähigkeiten bestmöglich entfalten kann.

Neben Elternhaus und Familie bieten vor allem Angebote der Kindertagesbetreuung Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren verschiedene Erfahrungsräume, in denen sie spannende Dinge kennenlernen und erforschen, sich selbst in neuen sozialen Beziehungen erleben und in Kontakt mit unterschiedlichen Regeln und Kulturen kommen.

Die folgenden Programme und Projekte geben eine Übersicht darüber, in welchen weiteren Bildungsbereichen Kinder Erfahrungen im Bereich der Frühkindlichen Bildung machen können:

Interkulturelle Bildung
Natur, Umwelt und Technik
Ästhetische Bildung
Medien

Interkulturelle Bildung

Unter Interkulturelle Bildung und Erziehung werden pädagogische Ansätze verstanden, mit deren Hilfe das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft gefördert werden sollen. Interkulturelle Pädagogik sieht in der Unterschiedlichkeit eine Chance, voneinander zu lernen und einen Weg zu finden, mit Fremdheit und Andersartigkeit umzugehen (interkulturelle Kompetenz). Unterschiede und Gemeinsamkeiten können bewusstgemacht werden und dazu führen, das eigene, nicht hinterfragte Standpunkte überdacht und vielleicht neue Umgangsmöglichkeiten gefunden werden können.

Unter den Flüchtlingen, die zurzeit nach Deutschland kommen, befinden sich besonders viele Kinder. Das Thema Flucht sowie sprachliche und kulturelle Unterschiede sind daher in vielen Kitas zunehmend ein wichtiges Thema. Die Fluchthintergründe, -ursachen und Fluchterfahrungen sind so unterschiedlich, wie die geflüchteten Familien selbst. Daher sind für die Integration der Kinder und Familien in die Angebote der Kindertagesbetreuung ineinandergreifende Konzeptbausteine und Brückenangebote, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Familien gerecht werden, erforderlich.

Die Senatorin für Kinder und Bildung hat sich daher zum Ziel gesetzt, im Bereich der Frühkindlichen Bildung gezielte Angebote für geflüchtete Kinder und ihre Familien zu initiieren, die Chancen für Bildungsteilhabe und Partizipation schaffen.

Handreichungen:

  1. KiTa Bremen hat ein Handout mit praktischen Informationen rund um das Thema Flüchtlinge erstellt. Das Handout dient der kurzen und schnellen Information für alle pädagogischen Fachkräfte der Kindertagesbetreuung und auch für die Eltern. Eine regelmäßige Aktualisierung des Handouts wird erfolgen:
    Handout - praktische Hinweise, Kinder und ihre Familien mit Fluchterfahrungen
    (um zum Handout zu gelangen, bitte auf der Internetseite von Kita Bremen herunterscrollen)
  2. Handreichung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport „Kinder aus Flüchtlingsfamilien in Kindertageseinrichtungen":
    Handreichung: Kinder aus Flüchtlingsfamilien in Kindertageseinrichtungen

Links:

  1. Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung "Geflüchtete Kinder - Herausforderungen und Grenzen": Geflüchtete Kinder - Herausforderungen und Grenzen
  2. Das Service-Portal Integration der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist eine Anlaufstelle bei allen Fragen rund um das Thema "Integration geflüchteter Kinder in Kita, Hort und Grundschule". Gefördert wird das Portal vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Service-Portal Integration bietet alltagspraktische Unterstützung für pädagogische Fach-und Lehrkräfte und ist kostenfrei zugänglich. Weitere Informationen erhalten Sie hier: Haus der kleinen Forscher

Natur, Umwelt und Technik

Kinder interessieren sich früh für die physischen Dinge der Welt und machen in ihrem Alltag vielfältige Erfahrungen mit mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Erscheinungsformen. Sie haben Freude am Entdecken, Ausprobieren, Experimentieren und Fragenstellen. Dem Bildungsbereich Natur, Umwelt und Technik“ geht es darum, diese kindliche Neugier zu erhalten und zu fördern. Im Mittelpunkt von Natur- und Umweltbildung stehen daher der achtsame Umgang mit natürlichen Ressourcen, das Erleben ökologischer Kontexte bzw. intakter Lebensräume, das Beobachten und Erkennen von Zusammenhängen sowie die altersgemäße Übernahme von Verantwortung für sich und das eigene Handeln im Umgang mit Natur und Umwelt. Technik ist die praktische Anwendung von Mathematik und Naturwissenschaften. Kinder interessieren sich intensiv für die Funktionsweisen und Verwendungszwecke von technischen Geräten, die ihnen begegnen.

Ab sofort können sich Kindergärten beim Landesverband der Gartenfreunde für das Projekt „Der naturnahe Kita-Garten“ mit dem Formular auf der Website gartenfreundebremen.de bewerben. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bereich Frühkindliche Bildung durchgeführt und vom Senator für Kinder und Bildung gefördert.

Sechs Kindergärten haben die Möglichkeit, auf ihrem Außengelände naturnahe Bereiche zu gestalten und direkt in ihre Bildungsarbeit einzubeziehen. Zur Auswahl stehen die Anlage eines Wildbienen-, Kräuter- oder Gemüsegartens, die Pflanzen und Saaten werden während der Auftaktfortbildung bereitgestellt.

Kinder und pädagogische Fachkräfte entdecken gemeinsam die Artenvielfalt, schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere und erleben Wachstumsprozesse hautnah. Kleine Gruppen von 12 Kindern werden zu „Gartenexpert:innen“ und erhalten in Fortbildungen und einer praxisnahen Handreichung das nötige Wissen, um Beete anzulegen, zu bepflanzen und für Bildungsprozesse zu nutzen – für einen lebendigen Kita-Garten voller Natur.

Die Ausschreibung und das Bewerbungsformular finden Sie unter: gartenfreundebremen.de

Bewerbungen bis zum 11. Februar 2026 an: s.bruenn@gartenfreunde-bremen.de

Die Koordinierungsstelle Umwelt Bildung Bremen unterstützt seit 2007 die außerschulische Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für Kinder und Jugendliche in Bremen. Träger ist der gemeinnützige Förderverein Umwelt Bildung Bremen. Ziel ist es, die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche in Bremen nachhaltig zu stärken und das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Bildungsarbeit zu integrieren.

Mit Unterstützung der Senatorin für Kinder und Bildung sowie der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft entwickelt die Koordinierungsstelle seit 2017 speziell auf Bremer Kitas zugeschnittene Angebote im Bereich Umweltbildung und Naturerleben. Neben Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und allgemeinen Informations- und Beratungsangeboten gehört dazu auch unter dem Projekttitel „Kita-Kinder gehen raus!“ eine individuelle Unterstützung bei der Etablierung von regelmäßigen Naturaufenthalten in den Kita-Alltag.

Auf der Website von Umwelt Bildung Bremen (Angebote für Kitas) können Kitas

  • eine Vielzahl von Bildungsangeboten aus Bremer Umweltbildungseinrichtungen entdecken
  • sich über öffentlich zugängliche Grünflächen in der Stadt informieren
  • Flyer und Broschüren herunterladen bzw. bestellen
  • sich über Materialien zur Ausleihe informieren
  • nützliche Tipps zu aktueller Fachliteratur erhalten
  • zu Fortbildungen anmelden und
  • zur Teilnahme an „Kita-Kinder gehen raus!“ bewerben.

Haben Sie Fragen, Anliegen oder Unterstützungsbedarf rund um die Themen Natur und Umwelt in der frühkindlichen Bildung? Die Koordinierungsstelle freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kontakt
Umwelt Bildung Bremen
Birkenstraße 47/48
28195 Bremen

Ansprechpartnerin für Kitas
Katrin Winkler (Umweltbiologin B.Sc., Erzieherin und BNE-Bildungsreferentin)
Telefon: 0421/7070104, katrin.winkler@umweltbildung-bremen.de

Alltägliche Begegnungen mit Natur, Mathe und Technik

Inhalte und Ziele:
Ziel der Stiftung 'Haus der kleinen Forscher' ist es, die alltägliche Begegnung mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik bundesweit dauerhaft und nachhaltig in Kindertagesstätten und Grundschulen zu verankern. Als neuer Baustein im pädagogischen Ansatz der Stiftung ist 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' hinzugekommen. Unser Netzwerk 'Kleine Forscher in Bremer Kitas' ist seit 2017 BNE Modell-Netzwerk. Seit 2015 übernimmt botanika Grüne Schule die Netzwerkkoordination.

Jede Kita in Bremen kann ein 'Stiftung Kinder forschen ' werden und der Begegnung mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik einen festen Platz im Alltag der Kinder geben. Dazu ist es notwendig, zwei Fortbildungen zu besuchen sowie eine entsprechende Projektdokumentation anzufertigen.

Hierfür werden regelmäßig kostenlose Workshops (verpflichtend ist: ein Grundlagenmodul sowie eine frei wählbare Veranstaltung) für pädagogische Fachkräfte angeboten, die neben praktischen Ideen für das Experimentieren auch pädagogisches Wissen vermitteln.
Viele Materialien wie Broschüren, Forschungskarten, ein Kita-Magazin oder Handbücher geben zudem Anregungen und praktische Tipps.

Als 'Haus der kleinen Forscher' wird die Kindertagesstätte mit einer Plakette ausgezeichnet, die das Engagement der Einrichtung für die Öffentlichkeit deutlich macht.
Neben der Erstauszeichnung zum 'Stiftung Kinder forschen' gibt es auch eine Folgeauszeichnung. Diese erhalten Einrichtungen, deren pädagogische Fachkräfte regelmäßig an 2 Fortbildungen jährlich zu naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Themen teilnehmen.

Zur Verfügung stehende Plätze/Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte aller am Thema interessierten Einrichtungen in Bremen.
Mittlerweile sind in Bremen bereits 71 (Oktober 2015) Einrichtungen 'Stiftung Kinder forschen'. Eltern und Besucher können dies an der verliehenen Plakette und Urkunde in den Häusern erkennen. Eine Liste mit den Häusern der Stiftung Kinder forschen können Sie hier (pdf, 85.3 KB) downloaden.

Kooperationspartner*innen:
botanika Grüne Schule

Weiterführende Informationen:
Interesse? Unter den Fortbildungsangeboten des Bildungsbereichs Natur, Umwelt und Technik befinden sich auch die Fortbildungen zum 'Stiftung Kinder forschen'.

Hier können Sie sich über die Fortbildungen am LIS zum Bildungsbereich Natur, Umwelt und Technik informieren und anmelden.

Informationen zum Projekt 'Stiftung Kinder forschen' erhalten Sie hier:

Frau Dr. agr. Annelie Dau,
botanika Grüne Schule,
E-Mail: dau@botanika-bremen.de
Tel.: 0421 42706614

und auf der Homepage der Stiftung.

Natur und Gartenarbeit

Inhalte und Ziele:
Rund 1000 Kinder aus 18 Kitas und Schulen können in den Lerngärten erleben wie Obst und Gemüse angebaut werden – ganz praktisch, vielfältig und natürlich biologisch. Das vom Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. erarbeitete Konzept zeigt, wie eine Zusammenarbeit zwischen Kleingärtnervereinen und Kitas bzw. Schulen gelingen kann. Dafür müssen die pädagogischen Einrichtungen keinen Pachtvertrag abschließen, sondern bekommen von den Vereinen geeignete Gärten zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Eine Patenschaftsvereinbarung regelt ganz unkompliziert alle notwendigen Absprachen. Kleingärtner*innen aus den beteiligten Vereinen arbeiten im Ehrenamt mit den pädagogischen Fachkräften und Kindern zusammen. Die Erfahrungen bereichern beide Seiten und ermöglichen den Kindern eine Teilhabe an der Natur. Das Verständnis für Naturkreisläufe und die Wichtigkeit der biologischen Vielfalt werden lebensnah vermittelt. Die selbst angebauten Produkte werden direkt vor Ort oder in der Küche der Kita bzw. Schule verarbeitet und tragen zu einer gesunden, regionalen Ernährung bei. Das Konzept wurde in diesem Jahr von der UN-Dekade für biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.
Der Landesverband der Gartenfreunde unterstützt, berät und begleitet die Partnerschaften mit einer Reihe von Angeboten. Dazu gehören die Vermittlung von geeigneten Gärten an Kindergärten und der Abschluss der Patenschaftsvereinbarung. Diese Nutzungsvereinbarung regelt die Rahmenbedingungen verlässlich und ermöglicht eine Pachtzinsbefreiung durch die Stadt (Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau). Die Unterstützungsangebote werden von dem Senator für Kinder und Bildung gefördert. Seit 2014 gibt es eine Auszeichnung der Kitas, welche dauerhaft einen Lerngarten in ihr Konzept verankert haben, durch die Übergabe einer Urkunde.

Folgende Maßnahmen sind Bestandteil des Projekts:

  • Vermittlung geeigneter Gärten , Beratung von Kleingärtnervereinen und Kitas bzw. Schulen, Abschluss einer Patenschaftsvereinbarung mit Pachtzinsbefreiung
  • Vorbereitungstreffen im FlorAtrium zur Vorstellung möglicher Artenprojekte sowie Bereitstellung vieler Info-Materialien zur praktischen Umsetzung.
  • Beratungsgespräche mit den betreuenden Gartenfreunden und pädagogischen Fachkräften. Während einer Ortsbesichtigung werden die Lerngärten dokumentiert und Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu grünen Lernorten für die Kinder aufgezeigt.
  • Zur Förderung der Kommunikation untereinander und einem besseren Ideenaustausch im Netzwerk findet im Spätsommer ein Workshop in einem der Lerngärten statt.
  • Evaluation und Dokumentation der aktuellen Entwicklungen mit Hilfe von Fragebögen.
  • Darstellung aller Gärten und Projekte auf der Internetseite des FlorAtriums.

Zur Verfügung stehende Plätze/Zielgruppe:
Teilnahmemöglichkeit (nur längerfristig) nach Beratung und Einbeziehung der Kita-Leitung, wenn ein geeigneter Verein mit Garten vermittelt werden kann.

Kooperationspartner*innen:
Landesverband der Gartenfreunde Bremen e. V.
FlorAtrium Bremen - Umweltbildungszentrum und Erlebnisgarten

Weiterführende Informationen:
Bei Interesse an einem Lerngarten wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin:
Frau Dr. Sylke Brünn
Landesverband der Gartenfreunde.

Ebenso können Sie sich hier über die aktuellen Lerngärten informieren.

Ästhetische Bildung

In der ästhetischen Bildung geht es um die Arbeit mit den Sinnen, und zwar mit dem Ziel, den Kindern die aktive Aneignung und Verarbeitung ihrer Umwelt zu ermöglichen, um so ihre Wahrnehmungsfähigkeit zu erweitern. Die Ästhetische Bildung bedient sich dabei vieler Möglichkeiten wie Musik, Tanz, bildnerisches bzw. kreatives Gestalten. In Kindertageseinrichtungen können Kinder verschiedene Darstellungsformen kennenlernen und erwerben dadurch Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen Instrumenten, Geräten, Arbeitsmaterialien Werkzeugen und Wirkstoffen.

Das Netzwerk ist ein Kooperationsverbund zur Weiterentwicklung und Stärkung der ästhetischen Bildung im Elementarbereich. Die Kompetenzen, Erfahrungen und Ideen der Partner aus unterschiedlichen Disziplinen/Ausrichtungen (Kunst, Musik, … ) werden in diesem Verbund zusammengeführt und vernetzt.

Seit dem Zusammenschluss des Netzwerks im Frühjahr 2015 sind die folgenden Kooperationspartner und Kooperationspartnerinnen eingebunden:

  • Bremer Philharmoniker
  • Hochschule für Künste Bremen
  • KiTa Bremen
  • Kunsthalle Bremen
  • Programm Frühkindliche Bildung
  • Kunstzentrale e.V. in Kooperation mit dem Weserburg Museum für moderne Kunst

Den Auftakt des Netzwerkes bildete ein gemeinsamer Workshop von verschiedenen Kooperationspartner*innen für pädagogische Fachkräfte im Frühjahr/Sommer 2016.

Ein Kunst-Theater-Mitmachprogramm für Kitas aller Träger in Bremen

Inhalte und Ziele:
Bilder kann man nicht nur anschauen, sondern spielen: Für das genreübergreifende Bildungsprojekt 'TA-DAAA! Ich spiele ein Bild', das sich an Kita-Kinder in Einrichtungen aller Bremer Träger richtet, arbeiten die Bremer Shakespeare Company und die Kunsthalle Bremen gemeinsam mit KiTa Bremen und dem Senator für Kinder und Bildung zusammen:

Kulturelle Bildung durch Theater und bildende Kunst – die vier Kooperationspartner setzen im Rahmen des Projekts auf die Verbindungen zwischen beiden Genres: Inszenierung und Raum, Bewegung und Pose, Erzählrhythmus und Spannungsaufbau, Perspektive und Lichtregie sind Schlüsselbegriffe für das Bild wie für die Bühne. Eine Identifizierung mit beiden Kulturorten kann nicht früh genug beginnen. Deshalb ist es richtig und wichtig, sehr kleinen Kindern die Begegnung und das Agieren mit professioneller Kunst und Kultur zu ermöglichen.
Wenn die Kinder die hohen Säulen am Eingang hinter sich gelassen haben und sich mit den riesenhaften Sälen im Museum wie im Theater arrangiert haben, eröffnet sich ihnen ein Raum, in ein Bild einzutauchen, eine eigene Geschichte dazu zu entwickeln und mit anderen zu teilen - dann haben Kinder das Museum und das Theater zu ihrem Ort gemacht! Nur auf diesem Wege können Schwellenängste vermieden und dies auf die ganze Familie übertragen werden.

An insgesamt fünf Terminen machen die teilnehmenden Kinder eine Reise… und entwickeln gemeinsam eine Geschichte, die sich sowohl in den Bildern der Kunsthalle Bremen als auch auf der Bühne der BSC abspielt – vor allem aber in der Phantasie eines jeden teilnehmenden Kindes. Es lernt dabei spielerisch die Besonderheiten der darstellenden und bildenden Künste kennen und erlebt die Theaterbühne und den Ausstellungssaal im Museum hautnah.
Als Protagonisten an diesen Orten verändern die Kita-Kinder gleichzeitig die institutionellen
Charakteristika, die das Museum wie das Theater ausmachen.

Kooperationspartner/innen:
Bremer Shakespeare Company
Kunsthalle Bremen
KiTa Bremen

Ein Kunst-Erlebnis-Programm im Rahmen von "Kunst und Spiele"

Inhalte und Ziele
Ästhetische Bildung bedeutet immer Selbstausdruck und Lernen mit Kopf, Herz und Hand, wobei alle Lebens- und Lernbereiche des Kindes angesprochen werden.
Innerhalb dieses Programms soll daher Kindern ab drei Jahren ein intuitiver und spielerischer Zugang zu Bildender Kunst vermittelt werden und ihnen – wie auch den Eltern und den pädagogischen Fachkräften – das Museum als Erlebnisraum nahe gebracht werden. Dabei werden sie angeregt, die Kunstwerke mit unterschiedlichen Sinnen zu erfahren, ihre Zeichen zu entziffern und mit Bedeutung zu füllen. Dadurch werden Kinder dabei unterstützt, lebensweltliche Erfahrungen und Erlebnisse zu verstehen, sich selbst mitzuteilen, Problemlösungen zu finden, sowie Fantasie und Kreativität zu entwickeln. Dafür steht den teilnehmenden Kitas ein Kontingent an Themenworkshops in der Kunsthalle Bremen und Fortbildungsveranstaltungen zur Verfügung.

Kooperationspartner*innen:
Kunsthalle Bremen
KiTa Bremen
Robert Bosch Stiftung
Stiftung Brandenburger Tor

Medien

Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Medien auf. Sie müssen lernen, sich in der vielfältigen Medienwelt zurechtzufinden und das passende Angebot für den richtigen Zweck zu finden, das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren, mediengesellschaftliche und politische Hintergründe zu erkennen und Medien auch selbst für sich produktiv zu nutzen.
Um Medien ihrem Alter entsprechend selbstbestimmt und verantwortungsbewusst zu nutzen, brauchen Kinder Medienkompetenz. Zur Stärkung der Medienkompetenz fördert der Senator für Kinder und Bildung Projekte, die gute Medienangebote für Kinder unterstützen und den kreativen und eigenverantwortlichen Umgang mit Medien fördern.

Der Senator für Kinder und Bildung Bremen (SKB) arbeitet seit März 2023 in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Blickwechsel e.V. daran, die frühkindliche Medienkompetenz zu stärken. Das Ziel ist es, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen, trägerübergreifende Rahmenbedingungen zu schaffen und erste Schritte zur Vermittlung medienpädagogischer Kompetenzen an Fachkräfte und Fachberatungen umzusetzen.

Sie möchten mehr über die Frühkindliche Medienbildung erfahren, Methoden kennenlernen oder benötigen fachlichen Austausch?

Regelmäßige digitale Sprechstunden, Fortbildungen und Fachtage finden Sie unter "Frühkindliche Medienbildung" der LAG Medienbildung.

Vom Frühjahr 2017 bis zum Frühjahr 2020 wurde das Programm „Medien-Kids“ zur frühen Medienerziehung und Medienbildung in Kindertageseinrichtungen von der Kooperationsgruppe „Medienbildung in der Kita“ durchgeführt. Je zwei Fachkräfte aus 21 Kindergärten und Kindertageseinrichtungen aus dem Land Bremen wurden geschult, gecoacht und begleitet.
Mit dem Programm „Medien-Kids“ wurden Kita-Teams (bei den pädagogischen Fachkräften der Kindertagesbetreuung und den Kita-Leitungen) bei der Auseinandersetzung mit Fragen der frühen Medienerziehung und Medienbildung unterstützt. Dazu sollten Gelingensbedingungen für Medienbildung in der Kita identifiziert und beschrieben werden:

  • Wie können Kinder in einer medial geprägten Welt dabei unterstützt werden, einen verantwortungsvollen, kritischen und kompetenten Umgang mit Medien zu erlernen?
  • Wie kann eine pädagogische Fachkraft mit Medien kindliche Bildungsprozesse anregen? Welche Fähigkeiten benötigt sie hierfür?
  • Und wie kann die Zusammenarbeit mit Eltern zum Thema Medien gestaltet werden?

Das Programm bestand in beiden Durchläufen aus folgenden Modulen: Auftaktveranstaltung mit Impulsreferat, dreitägige Fortbildung durch Blickwechsel e.V., Coaching vor Ort in den Kitas, Austauschtreffen der Fachkräfte und der Leitungen, Eltern-Informationsveranstaltung, Technikpaket und Abschlussveranstaltung mit Ergebnispräsentation.

Weitere Informationen finden Sie unter: Angebot "Medien Kids" der Bremischen Landesmedienanstalt

Bei Fragen rund um die Projekte im Programm Frühkindliche Bildung können Sie sich gerne an uns wenden.

Kontakt:

Bei fachlichen Fragen zur frühkindlichen Bildungen:
Sabine Pregitzer: Telefon 0421 361-16638
Marion Beil-Kroll: Telefon 0421 361-23975
Anika Wittkowski: Telefon 0421 361-89938

Postanschrift:
Der Senator für Kinder und Bildung
Rembertiring 8-12
28195 Bremen

Für Besuche:
Herdentorsteinweg 7
28195 Bremen