In dem neuen Baugebiet Dillener Quartier wurde im Schuljahr 2024/2025 eine Grundschule in einem Mobilbau als Interim neu gegründet. Standort ist die Rominter Straße 3, 28777 Bremen.
Der Umzug in die neue dreizügige Grundschule für insgesamt zwölf Klassen mit jeweils 22-24 Schüler*innen ist für das Schuljahr 2027/2028 geplant. Für den gebundenen Ganztagsbetrieb werden großzügige Räumlichkeiten vorgesehen, einschließlich einer Mensa mit eigener Küche und einer Einfeld-Sporthalle. Die Schule wird mit dem Schwerpunkt Förderbedarf geistige Entwicklung (GE) geführt.
Entlang der nordöstlichen Grenze verläuft eine Freifläche mit öffentlichem Charakter. Sie wird zum einen als Vorplatz genutzt für das Ankommen der Schüler*innen und als gestaltete Grünflächen mit Bäumen und Wegeführung. Dieser Bereich geht über in den direkt angrenzenden öffentlichen Spielplatz, dem verbindenden Glied zwischen Kita und Grundschule.
Zur Abgrenzung zwischen dem öffentlichen Charakter des Vorplatzes und dem geschützten Schulhof wird baulich eine Torsituation geschaffen. In Flucht der Vorderkante des Schulgebäudes zum Vorplatz spannt ein breites Vordach zum eingeschossigen, massiven Nebengebäude. Das Tor markiert den Eingang zur Schule und unterstützt die städtebauliche Adressierung.
Die Kindertagesstätte auf dem benachbarten Grundstück und die Grundschule liegen sich gegenüber, in einem Abstand von ca. 60 m, das Zentrum prägt die vorhandene große Eiche, die zum Grundstück der Schule gehört.
Um die kompakte Bauform zu ermöglichen, wird die zweigeschossige Schule zur Hälfte unterkellert. Die Sporthalle liegt im Untergeschoss, der Luftraum der Sporthalle und die Fenster im Erdgeschoss.
Der Haupteingang liegt mittig im Schulgebäude an der Nordwestfassade. Der Zugang vom Tor ist durch eine Kolonnade wettergeschützt überdacht. Das großzügige Foyer ist gleichzeitig der Marktplatz, ein Raum für das Ankommen, Begegnen und Verweilen der Schüler*innen. Der Marktplatz ist zusammen mit der Schulstraße im 1. Obergeschoss das Zentrum der Grundschule.
Die beiden Innenhöfe sind so angeordnet, dass die Hauptverkehrsflächen natürlich belichtet und belüftet werden. Vom Marktplatz gibt es Sichtverbindungen zur Sporthalle. Die Sporthalle liegt in der östlichen Gebäudeecke und ist so über zwei Seiten belichtet und belüftet.
Zum Marktplatz öffnet sich die Mensa. Sie hat eine Bühne für die Zweitnutzung als Aula. Direkt angeschlossen an die Mensa ist der Küchentrakt. Im Südosten des Gebäudes gliedern sich die Fachräume (Musikraum und Projektraum für Kunst und Werken) an und im Norden die Verwaltung mit dem Ganztagsbereich.
Im Obergeschoss erstreckt sich entlang des Haupttreppenhauses die Schulstrasse als zentrale Erschließungsachse mit hoher Aufenthaltsqualität. Hier findet der Austausch der Schüler*innen zwischen den Jahrgangsstufen statt und gibt Raum für das Lernen von- und miteinander.
Über die Schulstraße sind alle vier Cluster gleichermaßen erreichbar. In der Mitte eines jeden Cluster ist der Selbstlernbereich mit einem Tageslichtbezug zum Innenhof. Je Cluster sind um den Selbstlernbereich drei Klassenräume, ein Differenzierungsraum, ein Teamarbeitsraum für die Lehrkräfte und ein WC-Kern vorgesehen. Die Unterrichts- und Differenzierungsräume öffnen sich zu den pädagogisch vielfältig nutzbaren Selbstlernflächen und durch eine hohe Transparenz ergeben sich Blickbeziehungen.
Sporthalle und Mensa können auch außerhalb der Schulzeiten z.B. von Vereinen genutzt werden.
Die Planungen sind abgeschlossen und der Bau des Projektes befindet sich in der Ausführungsphase.
Das Gebäude befindet sich zurzeit im Rohbau.