Die Entwicklungsmöglichkeiten für Lehrkräfte sind immer in Bewegung. Insbesondere im Hinblick auf den Wandel der Gesellschaft und der digitalen Welt. Dafür werden während der Berufsausübung unterschiedlichste Fortbildungen angeboten.
Die Anforderungen an Lehrkräfte gehen heute weit über das hinaus, was einst im Rahmen der Lehramtsausbildung vermittelt wurde. Der Bedarf an Fortbildung wächst durch immer neue Aufgaben: Schulentwicklung, Evaluation, Ganztagskonzepte, Medienerziehung, Gewaltprävention, Gesundheits-, Sexual- und Verkehrserziehung, fachübergreifendes und selbstständiges Lernen, heterogene Klassenzusammensetzung und vieles mehr. Auf Bundesebene vereinbarte Bildungsstandards, Kompetenzorientierung und die Erstellung von Schulcurricula fordern die fachdidaktischen Fähigkeiten der Lehrkräfte in hohem Maße. Vielleicht stehen bei Ihnen aber auch neue berufliche Herausforderungen an, wie z. B. die Übernahme einer Funktionsstelle.
Fortbildungen können Lehrkräften helfen, ihre fachlichen und methodischen, aber auch ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen zu erweitern. Sie bieten die Möglichkeit, eine andere Perspektive auf die eigene Arbeit zu erhalten und Gelerntes aufzufrischen oder zu überdenken und neue Anregungen zu erhalten. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Impulse aus dem Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Schulen und Schularten bringen frischen Wind für die tägliche Arbeit.
In Bremen ist jede Lehrkraft verpflichtet, innerhalb eines Schuljahres im Umfang von mindestens 30 Stunden an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Lehrerfortbildungsverordnung
Die Fortbildungen für Lehrkräfte werden organisiert und durchgeführt vom Landesinstitut für Schule (LIS). Die vielseitigen Angebote finden Sie hier
Weitere Fortbildungsangebote bietet auch die Universität Bremen.
Die Universität Bremen bietet einen akkreditierten weiterbildenden Masterstudiengang Inklusive Pädagogik an. Dieser richtet sich an berufstätige Lehrkräfte, die sich für die Arbeit als sonderpädagogische Lehrkraft in inklusiv ausgerichteten Schulen weiterbilden möchten. Mit dem Abschluss wird die Befähigung zum Lehramt für Inklusive Pädagogik / Sonderpädagogik erworben. Das Studium findet berufsbegleitend an der Uni Bremen in Zusammenarbeit mit dem LIS und der Akademie für Weiterbildung statt.
Teilnehmende erhalten eine Entlastung von 10 Lehrerwochenstunden pro Vollzeitkraft.
Weitere Informationen: uni-bremen.de/inklusive-paedagogik
Antragstellung
Bewerben können Sie sich , wenn Sie ...
1. eine Lehramtsausbildung nach § 3(3) des Bremischen Lehrerausbildungsgesetzes absolviert haben,
2. im Land Bremen in einer öffentlichen Schule als Lehrkraft arbeiten,
3. qualifizierte berufspraktische Erfahrung von in der Regel nicht unter einem Jahr vorweisen können und
4. die Befähigung zu einem allgemeinbildenden oder zu einem berufsbildenden Lehramt besitzen.
Das Nähere regelt die Verordnung über die Weiterbildung und Prüfung zum Erwerb der Befähigung zum Lehramt für Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik.
Prüfung
Die Prüfung für den Weiterbildungsstudiengang Lehramt für Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik schließt mit der Masterprüfung ab. Diese besteht aus den studienbegleitenden Modulprüfungen, der Masterarbeit und einem Kolloquium. Mit dem Abschluss haben Sie einen Master of Education.
Kontakt