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"MITsprache"

An 25 Bremer Startchancen-Grundschulen

Sabine Kurz, Leiterin des Landesprogramms Startchancen, freut sich, dass an 25 Startchancen-Grundschulen das neue Sprachförderprogramm
Sabine Kurz, Leiterin des Landesprogramms Startchancen, freut sich, dass an 25 Startchancen-Grundschulen das neue Sprachförderprogramm "Mitsprache" beginnt. Handpuppen helfen Kindern, ins Sprechen zu kommen und Geschichten zu erzählen. Foto: Bildungsressort/Markus Schierloh

MITsprache ist ein systematisches Sprachförderprogramm für Grundschulkinder. Es unterstützt Kinder dabei, ihre sprachlichen Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und schafft damit wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen in der Schule.

Im Mittelpunkt stehen die mündliche Sprache, der Wortschatz und die Grammatik. Die Förderung findet in kleinen Gruppen mit bis zu sieben Kindern statt. In einer spielerischen und zugleich strukturierten Lernumgebung werden sprachliche Fähigkeiten aufgebaut und gefestigt. Ergänzend werden sozial-emotionale Kompetenzen gestärkt – etwa die Fähigkeit, eigene Gedanken und Gefühle auszudrücken, anderen zuzuhören und das eigene Verhalten zu steuern.

Mareike van Oosting, Geschäftsführung der Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit: "Gute Sprachkenntnisse entscheiden früh über Bildungschancen. Deshalb fördern wir die strukturelle Verankerung des Sprachförderprogramms MITsprache der Stiftung Fairchance im Land Bremen. Im Schuljahr 2026/27 startet der Senator für Kinder und Bildung an 25 Startchancenschulen mit der Einführung des Programms. Ziel ist es, hochwertige Sprachförderung schrittweise und flächendeckend allen Kindern mit Förderbedarf zugänglich zu machen. Besonders wichtig ist uns dabei die Verzahnung mit dem Leseband, das wir ebenfalls in Bremen fördern, damit Sprach- und Lesekompetenz gemeinsam gestärkt werden."

Zu Beginn wird der individuelle Sprachstand jedes Kindes mit einer kurzen digitalen Diagnostik erfasst. Die Ergebnisse zeigen, in welchen Bereichen ein Kind bereits sicher ist und wo gezielte Unterstützung sinnvoll ist. Im weiteren Verlauf des Schuljahres kann die Entwicklung durch erneute Erhebungen sichtbar gemacht und die Förderung entsprechend angepasst werden.

MITsprache umfasst fünf Förderstunden pro Woche: Vier Stunden dienen der sprachlichen Förderung, eine weitere Stunde der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen.

„Jedes Kind muss lesen lernen. Wer nicht ausreichend lesen kann, wird in seinem weiteren Bildungsweg und seinen Teilhabechancen dauerhaft benachteiligt. Umso wichtiger ist es, Kinder früh und passgenau beim Erwerb von Sprach- und Lesekompetenzen zu unterstützen. Dass die Hansestadt Bremen ihre Anstrengungen verstärkt und dabei das Engagement von Schulen, Stiftungen und außerschulischen Partnern bündelt, ist ein starkes Signal. Wir freuen uns, als Beisheim Stiftung einen Beitrag zu dieser wichtigen Entwicklung leisten zu können", sagt Ulf Matysiak von der Prof. Otto Beisheim Stiftung.

Das Programm startet ab Herbst 2026 an 25 Bremer Startchancen-Grundschulen und wird zunächst über mehrere Jahre erprobt. Perspektivisch soll MITsprache mit weiteren Maßnahmen der Bremer Sprach- und Leseförderung, insbesondere dem Leseband, verbunden werden.

Aktualisiert am 23.09.26

MITsprache - Vier Bausteine erfolgreicher Arbeit an Bremer Grundschulen

Grauer Hintergrund und Hand mit roten Streifen · Cottonbro