Sie sind hier:
  • Start
  • Kulturwandel verstehen lernen

Kulturwandel verstehen lernen
Fachtag "Digitalisierung und Kulturelle Bildung"

Mit der Frage "Wie kreativ digital sind wir in der Schule" eröffneten Britta Düsterhoff, Leiterin der MakemediaStudios den Fachtag "Digitalisierung und Kulturelle Bildung" des Landesprogramms "Kreativpotentiale Bremen II". Und sie erhielt auch prompt Antworten von den rund 80 Lehrerinnen und Lehrern, Künstlerinnen und Künstlern, die ins LIS gekommen waren.

Die Herausforderung, dass jede Schule ein Medienkonzept entwickeln muss, um vom Digitalpakt zu profitieren, war Anlass, darüber nachzudenken, welche digitalen Werkzeuge und Formate pädagogisch sinnvoll in der Schule eingesetzt werden können. Wie können mit Hilfe digitaler Medien Kreativität und individuelle Lernprozesse gefördert und multiperspektivische Zugänge zu den Lerninhalten gestaltet werden? Was können gerade die Künste dazu beitragen und welchen Einfluss auf eine ästhetische Bildung hat dies?

In das Thema und in neueste Forschungsergebnisse führte die Pädagogin und Bildungsforscherin Dr. Lisa Unterberg von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein. Sie hob hervor, dass es nicht nur darum gehe, den Umgang mit technischen Geräten zu erlernen, sondern zu verstehen, dass sich reale und virtuelle Welten zunehmend verschränkten. "Wir befinden uns bereits im post-digitalen Zeitalter, denn wir sind schon mitten drin in einer von der Digitalität geprägten Kultur. So fällt es oft schwer zu entscheiden, ob wir online oder offline sind." An zahlreichen Alltagsphänomenen werde dies deutlich. Für viele Jugendliche gehöre der Umgang mit Apps, Lernvideos und Videoplattformen im Internet ebenso zum Alltag wie die Präsenz in sozialen Netzwerken.

In fünf Workshops stellten Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Bundesländern Programme und Apps vor, die unter anderem für digitale Produkte wie Podcasts, Musikkompositionen, Fotostories oder im Bereich Creative Gaming und im Kunstunterricht bei der Aufbereitung von Unterrichtsthemen und Projekten sinnvoll eingesetzt werden können. Gerade in der kulturellen Bildung ist der digitale Wandel nutzbar, denn er eröffnet den Raum für neue Wahrnehmungs-, Darstellungs- und Kommunikationsformen. Gleichzeitig können ästhetische Zugänge die Reflexion über die durch die Digitalisierung ausgelösten Veränderungen erweitern.

Der Fachtag in Kooperation mit dem Zentrum für Medien gehörte zur Fortbildungsreihe des Programms "Kreativpotentiale Bremen II", einer Initiative der Senatorin für Kinder und Bildung, gefördert von der Stiftung Mercator. Bündnispartner im Programm ist der Senator für Kultur.