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Partizipation in der kulturellen Bildung: „Es ist eine Frage der Haltung“

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13.11.2018 - Mit der Frage, wie partizipativ gestaltete Formate schulischer (kultureller) Bildung aussehen und gelingen können befassten sich rund 50 Lehrerinnen und Lehrer während des fünften "Entwicklungslabors" des Landesprogramms "Kreativpotentiale Bremen II" im LIS. Nach einem interaktiven, kreativen Einstieg von Andreas Schön (Künstlerkollektiv Berthold & Schön, Hamburg) führte Erziehungswissenschaftlerin Dr. Helle Becker ins Thema des Entwicklungslabors ein und stellte vor, wie Schülerinnen und Schüler in Schulentwicklungsprozessen als gleichwertige Partner beteiligt werden können. Dabei gehe es um das Spannungsfeld von der "Alibi-Beteiligung" bis hin zur realen Umsetzung der Ideen von Kindern und Jugendlichen. "Der Knackpunkt sind die Erwachsenen", so Dr. Becker, denn sie seien es, die Schülerinnen und Schülern Partizipationskompetenzen zutrauen und auch zuerkennen.
In Workshops konnten die Teilnehmenden anschließend beispielsweise das Vortragsthema vertiefen oder mit Medienpädagoge Markus Gerstmann digitale Tools ausprobieren, die zur partizipativen Projektgestaltung und Kommunikation genutzt werden können. Der Hamburger Künstler Andreas Schön stellte anhand von Beteiligungs-Kunst-Projekten Gelingensbedingungen vor, während Julia Eplinius und Celina Rahmann vom "TuSCH - Theater und Schule Hamburg" die temporäre Komplizenschaft zwischen Lehrkräften, Künstlerinnen und Künstlern sowie Schülerinnen und Schülern beleuchteten.
Gerade durch die bei kulturellen Projekten besonders geförderten sozialen und personalen Kompetenzen, die notwendigen Aushandlungsprozesse und die Übernahme von Verantwortung kann kulturelle Bildung dazu beitragen, Partizipationskompetenzen zu entwickeln, die eine lebendige Beteiligungskultur an Schulen fördern und demokratisches Handeln für Schülerinnen und Schüler erfahrbar machen. Das Entwicklungslabor V gehörte zur Fortbildungsreihe des Programms „Kreativpotentiale Bremen II“, einer Initiative der Senatorin für Kinder und Bildung in Kooperation mit dem Senator für Kultur, gefördert von der Stiftung Mercator.