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Bremen hat „Zukunft in Vielfalt“: Das neue interkulturelle Trainings-Programm von LIONS Quest am Landesinstitut für Schule

28.03.2018 - Mit einer zweitägigen Fortbildung zu "Zukunft in Vielfalt" ist die neue Kooperation des Landesinstituts für Schule mit dem Lebenskompetenz- und Präventionsprogramm LIONS Quest des Hilfswerks der Deutschen Lions gestartet.
Das neue Trainingsprogramm soll das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen fördern und richtet sich explizit an Pädagoginnen und Pädagogen aller Lerngruppen der weiterführenden Schulen. Ausgehend von dem durch Prof. Dr. Annedore Prengel geprägten Ansatz der "Pädagogik der Vielfalt" soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass wir längst in einer multikulturellen Gesellschaft leben und dass alle Menschen gleichzeitig gleich und verschieden sind.

Den fortgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen wird dafür fachlich fundiertes, umfangreiches Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt, das sich dadurch auszeichnet, dass es zu großen Teilen auch einsetzbar ist, wenn die Teilnehmenden noch nicht über umfangreiche Deutschkenntnisse verfügen. So ist es auch für Lerngruppen mit neu Zugewanderten gut geeignet.
Die Programme von Lions Quest wollten explizit Praxismaterial zur Verfügung stellen und ganz konkrete Methoden vermitteln. Dass dies auch bei "Zukunft in Vielfalt“ gelungen ist, bestätigen die Teilnehmenden der Fortbildung:
Eine junge Lehrerin aus einer Schule in Gröpelingen sagte: "Ich fühle mich durch mein Studium fachlich gut ausgebildet. Im Seminar habe ich aber ganz konkrete Methoden kennen gelernt, um das Zusammenleben verschiedener Kulturen in der Klasse zu thematisieren. Das hat mir bisher gefehlt." Eine weitere Kollegin fügt hinzu, dass ihr die Methoden dabei helfen werden, die Vielfalt ihrer Schülerinnen und Schüler positiv zu sehen und sinnvoll zu nutzen. Diese Einschätzung teilt auch ein Kollege aus Bremerhaven. Ihm gefällt besonders, dass die Übungen den Schülerinnen und Schülern vermittelt, dass sie etwas wert sind, egal welchen Hintergrund sie mitbringen. Dies unterstreicht auch der Lions Quest Trainer Heinz-Dieter Ulrich. Es gehe im Programm vor allem um das Vermitteln von Haltungen.

Die Bremer Lions Clubs fördern die Umsetzung von Lions Quest und waren bei der Auftaktveranstaltung vertreten durch ihren District Govenor, Dr. Wolf Rieh, die Lions Quest Beauftragte, Ursula Reimers und den Vorsitzenden des Lions Clubs Bremer Schweiz, Hanno Müller.
Begrüßt wurden Sie im Landesinstitut durch die Direktorin, Petra Perplies, den Leiter des Referats für Berufsbildende Schulen und Schulkultur, Dr. Dietmar Ludwig und Meike Herminghausen, Referentin für Soziales Lernen.

Für die Zukunft ist die jährliche Umsetzung von „Zukunft in Vielfalt“ geplant, sowie die Wiederaufnahme, bzw. Einführung der langjährig erfolgreich erprobten und wissenschaftlich evaluierten Programme "Erwachsen werden" mit dem Schwerpunkt Lebens- und Sozialkompetenzen für die Sekundarstufe I und "Erwachsen handeln", das gesellschaftliche Verantwortung, Empathie und Demokratieverständnis in den Fokus nimmt und sich ab Jahrgang 8/9 bis in die höheren Jahrgänge empfiehlt.