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Die Oberschule Ohlenhof ist eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

28.03.2018 - Auch die Oberschule Ohlenhof ist nun offiziell eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Auf Initiative der stellvertretenden Schulleiterin, Irmgard Körner, stellten Schülerinnen und Schüler schon im Schuljahr 2016/2017 die entsprechenden Weichen. Mit einer intensiven Sammlung wurden die für das Projekt benötigten 70 Prozent Unterschriften aller Schulbeteiligten mit 94 Prozent deutlich übertroffen. "Dies ist ein großer Erfolg, aber auch eine Verpflichtung für die Zukunft. Die Übergabe der Urkunde ist erst der Anfang. Nun muss der Titel, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gelebt werden", erklärte Thomas Köcher, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Bremen, anlässlich der feierlichen Auszeichnung.

Als Schulpate konnte der ehemalige Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen gewonnen werden, der Nahe der Oberschule Ohlenhof aufgewachsen ist und somit einen starken Bezug zum Stadtteil hat. Er hob noch einmal deutlich die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler der Oberschule Ohlenhof hervor. Dies sollten alle als Geschenk begreifen und die Chancen nutzen, die sich daraus böten, dass Menschen aus einer solchen kulturellen Vielfalt zusammen kämen. Deutlich hob er hervor, wie wichtig Courage in diesem Zusammenhang sei. Es gälte sich zu engagieren, wenn man mit Rassismus konfrontiert werde und gegen diesen einzustehen. Gemeinsam könne man dazu beitragen, dass derartige Strömungen verringert würden.

Musikalisch rührte Christine Gabor, Klassenlehrerin der 6b, mit dem Lied Imagine von John Lennon die Zuhörenden zu Tränen. Im Anschluss daran stellte Ahsen Yesilkaya aus der 10a noch einmal heraus, dass der Kampf gegen Rassismus und Vorurteile eine tagtägliche Aufgabe sei, bei der jeder Mensch sich und seine möglichen Vorurteile hinterfragen muss, um so dazu beizutragen, dass Rassismus keine Chance in der Welt hat.

Über das Netzwerk:
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein europäisches Netzwerk, dem allein in Deutschland bereits über 2500 Schulen angehören. Es handelt sich somit um das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Mindestens 70% aller Menschen, die in den betreffenden Schulen lernen und arbeiten, haben eine Selbstverpflichtung unterschrieben, sich künftig gegen jede Form von Rassismus zu stellen und bei Diskriminierungen aktiv einzuschreiten. Unterstützt werden die Schulen durch ihre Paten, darunter Politiker, Sportler, Musiker und Schauspieler. Gemeinsam soll das Projekt an den Schulen lebendig gehalten und in Projekttagen, im Unterricht und Alltag immer wieder aufgegriffen werden.