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Erfolgreiche Bremer Jungforscher

Bundespreisverleihung Jugend forscht | Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.
Arta Safari | Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

31.05.2017 - Bestimmte Enzyme bilden auf Oberflächen Schichten, die nur eine Moleküllage dick sind. Der Bremer Nachwuchs-Forscher Arta Safari vermutete, dass sich aus solchen Monolayern hochwirksame Katalysatoren entwickeln lassen. Allerdings ist bislang nicht geklärt, welche Kräfte bei der Anlagerung wirken. Ein ideales Projekt für Jugend forscht. Der Schüler des Alten Gymnasiums wurde für seine Erkenntnisse beim 52. Bundeswettbewerb Jugend forscht mit den 1.500 Euro dotierten 3.Preis im Bereich Chemie ausgezeichnet. Doch damit nicht genug: auch den Preis für die Verknüpfung von Theorie mit chemischer Praxis (1.000 €) der Gesellschaft Deutscher Chemiker räumte der 17-Jährige ab.

von links: Malte Haßler, Simon Dubischar und Jonas Bayer | Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

Simon Dubischar (16) vom Kippenberg-Gymnasium und Malte Haßler (17) vom Gymnasium Horn interessieren sich gemeinsam mit ihrem baden-württembergischen Kollegen Jonas Beyer mehr für mathematische Phänomene. Das Trio befasste sich unter dem Motto "Ungelöstes Matherätsel" mit der diophantische Darstellung des Collatz-Problems. Wer jetzt Fragezeichen im Gesicht hat, muss sich nicht wundern. Das geht vermutlich vielen Menschen so. Dabei ist die Problembeschreibung ganz einfach: Man denke sich irgendeine ganze Zahl. Ist sie ungerade, nimmt man sie mit drei Mal und zählt eins dazu. Ist sie gerade, teilt man sie einfach durch zwei. Auf das Ergebnis wendet man dieses Rechenrezept dann wieder an, und zwar wiederholt. Dabei stellt man fest: Am Ende landet die »Collatz-Folge« immer bei der gleichen Zahlenkombination »vier-zwei-eins«. Bislang weiß kein Mathematiker, ob es womöglich eine Zahl gibt, die am Ende doch nicht in dieser Folge endet. Mit der Problematik haben sich Simon Dubischar, Jonas Bayer und Malte Haßler befasst. Sie entwickelten dabei eine Formel, mit der sich die Collatz-Menge auf eine mathematisch neue Weise beschreiben lässt. Belohnt wurde der mathematische Einsatz mit 500 Euro und den 5. Platz im Bereich Mathematik/ Informatik. Zudem zeichnete die Deutsche Mathematiker-Vereinigung die Jungforscher mit ihrem Preis für eine originelle Anwendung mathematischer Methoden und 500 Euro aus. Foto: Stiftung Jugend forscht e.V.