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Empfehlungen des Gesundheitsressorts für den Umgang mit Kindern bei Hitze

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Je kleiner ein Kind ist, desto empfindlicher reagiert es auf hohe Außentemperaturen und starke Sonnenbestrahlung. So sollten Säuglinge (Kinder unter 1 Jahr) überhaupt nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Grundsätzlich ist die Kinderhaut empfindlicher gegen Sonnenstrahlung – häufiger Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das Hautkrebsrisiko als Erwachsener.

Wird eine Hitzewarnung ausgesprochen, so empfiehlt das Gesundheitsressort folgende Verhaltensregeln:

  • Kinder sollten sich in der Zeit der intensivsten Sonnenstrahlung, zwischen 11 und 15 Uhr, möglichst im Haus oder zumindest im Schatten aufhalten.
  • Empfohlen wird eine luftige, bunte Baumwollkleidung mit breitkrempigem Hut oder Mütze mit Nackenschutz.
  • Rechtzeitig (mindestens 20 Minuten) vor dem Aufenthalt im Freien sollte eine wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden.
  • Kinder haben bei großer Hitze einen deutlich erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Daher sollte in ausreichender Menge Flüssigkeit angeboten werden. Besonders geeignet sind Mineralwasser, kalter Früchtetee oder Obstsaftschorlen.
  • Körperliche Aktivität sollte – zumindest in den Mittagsstunden – eingeschränkt werden.
  • Bei den ersten Anzeichen eines „Sonnenstiches“ (Kopfschmerzen, Übelkeit, Abgeschlagenheit) Kind in einen kühlen, schattigen und ruhigen Raum bringen, trinken lassen. Bei Erbrechen, Fieber oder starken Kopfschmerzen einen Arzt aufsuchen.

  

Orientierungshilfe des Bildungsressorts zum Umgang mit "Hitzefrei"

  1. Bei großer Hitze kann der Unterricht für die Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 10 der allgemeinbildenden Schulen vorzeitig beendet werden, und zwar
    • für die Vorklassen und die Jahrgangsstufen 1 bis 4 zum Ende derjenigen Unterrichtsstunde, in deren Verlauf im Schulgebäude eine Temperatur von mindestens 25° C festgestellt wurde,
    • für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 zum Ende der darauffolgenden Unterrichtsstunde.
    • Die Temperatur ist in einem Raum zu messen, der nicht der unmittelbaren Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist und möglichst die Durchschnittstemperatur im Gebäude aufweist.
  2. Die Entscheidung trifft die Schulleitung.
  3. Der eventuelle Ausfall gilt nicht für den Schwimmunterricht, wenn dieser an die zuletzt erteilten Unterrichtsstunden anschließt oder vorverlegt werden kann.
  4. Die besonderen Gegebenheiten der Schule, wie Ganztagsbetrieb, Fahrplan der Schulbusse u.a., sind bei der Entscheidung über Unterrichtsausfall zu berücksichtigen. Die Betreuung der deshalb im Schulgebäude verbleibenden Schüler ist sicherzustellen.