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Migration & Bildung

Expertise „Migration und Bildung“ legt Grundlage für einen Entwicklungsplan

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Informierten auf der Pressekonferenz: Senatorin Renate Jürgens-Pieper (links) gemeinsam mit der Professorin für interkulturelle Bildung, Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu

Expertise „Migration und Bildung“ (Kurzfassung) (pdf, 580.5 KB)
Expertise „Migration und Bildung“ (pdf, 2.1 MB)

Im März 2010 hatte Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper die Bremer Erziehungswissenschaftlerin und Professorin für interkulturelle Bildung, Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu, beauftragt, eine Expertise zum Thema „Migration und Bildung“ zu erarbeiten. „Alle Projekte und Maßnahmen von Früh- und Sprachförderung für Migrantinnen und Migranten über die Verbesserung ihrer Bildungsabschlüsse und –erfolge bis hin zum Übergang von der Schule in den Beruf müssen auf den Prüfstand“, beschrieb die Senatorin das Ziel.

Die 200-seitige Expertise ist jetzt fertig. Sie legt die wissenschaftliche Grundlage für einen zu erstellenden „Entwicklungsplan Migration und Bildung“ und bietet eine inhaltliche und konzeptionelle Ausrichtung auf interkulturelle Schulentwicklung. Diese geht über die Konzentration auf die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund deutlich hinaus und richtet sich an alle Beteiligten in den Bildungsinstitutionen.
Die Expertise ist zugleich kritische Bestandsaufnahme und Konzeptpapier und als umfassende Analyse in ihrer Art deutschlandweit einmalig.

Inhalt

  • Internationaler und nationaler Forschungsstand und Beispiele guter Praxis für eine interkulturelle Schulentwicklung werden vorgestellt. Dazu gehört zum Beispiel „Qualität in multikulturellen Schulen“ (QUIMS), ein positiv evaluiertes Programm aus dem Kanton Zürich in der Schweiz.
  • Bremer Projekte und Konzepte werden analysiert und bewertet (Schulentwicklungsplan, Entwicklungsplan Inklusion).
  • Es werden 51 zentrale Handlungserfordernisse im Bereich Sprachförderung, Kooperation mit Eltern, Übergang Schule-Beruf, Herkunftssprachenunterricht, Ausbildung des pädagogischen Personals sowie Vernetzung der Bildungsinstitutionen entwickelt und Empfehlungen für deren Umsetzung herausgearbeitet.

Konzept Migration

Das Konzept zur „Förderung von mehr Migrantinnen und Migranten im Lehramt und im Bereich der sozialen Arbeit“ wurde von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft und der Senatorin für Soziales, Jugend und Frauen unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Universität Bremen, der Hochschule Bremen und des Landesinstituts für Schule erstellt. Das Konzept empfiehlt Maßnahmen, die nach und nach umgesetzt werden wie

  • Förderung der Repräsentanz von Lehrkräften mit Migrationshintergrund in der Schule,
  • Förderung von interkultureller Kompetenz und Sprachkompetenz in der Schule,
  • Förderung von entsprechenden Kompetenzen in der Lehrerausbildung
  • Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund im Studium, im Referendariat und im Anerkennungsjahr,
  • Systematisierung und Bündelung der Verfahren zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen unter Berücksichtigung von Berufserfahrungen und Sprachkompetenzen,
  • Förderung der Hochschulforschung zu Migrationsfragen

Konzept zur Förderung von mehr Migrantinnen und Migranten im Lehramt und im Bereich der sozialen Arbeit (pdf, 583.7 KB)