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Mögliche Problemlagen

Sich Squid Game anzusehen, muss nicht zwangsläufig zu einem problematischen Verhalten oder Verstörungen führen. Aber je nach Alter, Sehgewohnheiten, Entwicklungsstufe und Gruppe können sich Schwierigkeiten ergeben.

  • Die in der Serie dargestellte Gewalt kann Kinder bzw. Jugendliche verstören und ist ggf. schwer auszuhalten. Im Gegensatz zu Erwachsenen erschließt sich Heranwachsenden die Gesellschaftskritik nicht, so dass die Gewalt und deren Darstellung ins Zentrum rücken.
  • Gewalt wird in Squid Game als legitime Option für Spielverlierer:innen angesehen. Dies kann Übertragungen in den realen Kontext nach sich ziehen, indem als Bestrafung für ein verlorenes Spiel bespielsweise eine Ohrfeige verteilt wird.
  • Da die Verbreitung der Inhalte über viele unterschiedliche Kanäle erfolgt, ist eine Kontrolle der Rezeption unmöglich.
  • Die Serie arbeitet mit Dissonanzen und Widersprüchen. Es fehlt ein Happy End. Dies ist für Heranwachsende eine große Herausforderung in Bezug auf die Einordnung der Handlungen und Aussagen. Ein weitere Schwierigkeit sind die Gestaltungselemente wie die eingesetzte Musik. Teilweise entstehen hier Brüche, die von Erwachsenen problemlos überwunden werden, für Kinder und Jugendliche aber schwer nachvollziehbar sind.

Gewalt und Fernsehen

Nicht nur Squid Game beinhaltet gewalttätige Inhalte, sondern viele andere mediale Formate auch. Wie ist dies aus medienpädagogischer Perspektive zu bewerten? Folgende Ausführungen bieten Orientierung:
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest - Gewalt und Fernsehen (pdf, 611.8 KB)