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Lernangebote der "Digitalen Drehtür" werden in Bremen und bundesweit gut angenommen

Ausgelöst durch den ersten Lockdown im Jahr 2020 bildeten verschiedene Landesinstitute und Bildungsakteurinnen und –akteure die Bildungsinitiative "Digitale Drehtür". Die Initiative kam maßgeblich von mehreren Kolleginnen und Kollegen aus Bremen. Drehtürangebote, also die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler phasenweise am Unterricht in einer höheren Jahrgangsstufe teilzunehmen und sich dort mit herausfordernden Lerninhalte auseinanderzusetzen, wurden in den digitalen Raum verlegt.

Schülerinnen und Schülern sollte die Möglichkeit eröffnet werden, sich entlang der eigenen Interessen eigenverantwortlich Fragestellungen, Methoden und Themen zu erarbeiten. Nicht im eigenen Klassenverband, aber gemeinsam mit anderen, um sich inspirieren zu lassen und das dort Erarbeitete dann wieder in den gemeinsamen Unterricht zurück zu koppeln.

Kinder- und Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp: "Mir ist wichtig, dass wir jedes Kind entsprechend seinen Begabungen und Neigungen fördern und seine Kompetenzen wertschätzen. Das ist besonders bei den Kindern wichtig, die zu Hause nicht so viel Unterstützung bekommen. Alle Kinder sind mit ihrem jeweils individuellen Potenzial in den Blick zu nehmen. Das ist gelebte Inklusion. Damit Kinder selbstbewusst und begeistert ihr Bestes leisten können."

Die "Digitale Drehtür" bot in den letzten zwei Jahren über 3.000 Schülerinnen und Schülern aus 100 Schulen die Möglichkeit, 7.500 Kursplätze zu belegen und so interessengeleitetes Lernen zur bestmöglichen Entfaltung der eigenen Potenziale zu erfahren. Die Kursauswahl ist groß und in fünf Kategorien aufgeteilt: Gesellschaft und Politik, MINT & BNE (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik & Bildung für nachhaltige Entwicklung), Kunst & Kreativität, Sprachen und Persönlichkeitsentwicklung. Seit April 2022 ist nun auch der Digitale-Drehtür-Campus online. Diese Plattform ermöglicht einen direkten Austausch von Kursleitenden und Schülerinnen und Schülern. Sie ermöglicht über Selbstlernkurse ein materialgestütztes Lernen. Die Angebote werden sehr gut angenommen und entwickeln sich zu Schnittstellen verschiedener Lernmanagementsysteme einzelner Länder.

"Die letzten beiden Jahre waren eine Herausforderung für alle Schülerinnen und Schüler, auch die besonders begabten und leistungsstarken. Denn nicht immer ist es Lehrkräften gelungen, das Distanzlernen mit passgenauen digitalen Lernangeboten zu gestalten. Was hier möglich ist, zeigt die Entwicklung der Digitalen Drehtür. Mit viel Kreativität und profundem pädagogischen Wissen ist aus dem bewährten Ansatz der Drehtür, die Digitale Drehtür geworden, die einige Bundesländer bereits zur Begabtenförderung einsetzen. Die Karg-Stiftung hat diese zukunftsweisende Unternehmung von Beginn an gefördert und wir freuen uns über den großen Erfolg", so Dr. Ingmar Ahl, Vorstand Zweckerfüllung der Karg-Stiftung.

Das Bremer Landesinstitut für Schule (LIS) bietet dem Projekt seit Beginn an eine räumliche, organisatorische und personelle "Heimat".

"Paukenschlag": Die Eröffnung des Campus' der Digitalen Drehtür