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Inklusion

Inklusion – was bedeutet das?

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Inklusion bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet werden.

Jedes Kind ist verschieden: Es gibt Jungen und Mädchen mit besonderen Begabungen, Kinder, die zweisprachig aufwachsen, Kinder, die eine besondere Förderung benötigen und Kinder mit Beeinträchtigungen, um nur einiges zu nennen. In der Klasse ergibt sich damit eine große Vielfalt. Jedes Kind bringt dabei etwas Besonderes mit, das es zu fördern gilt. Das miteinander und voneinander Lernen ist ein Grundprinzip des Unterrichts, von dem lernstarke wie lernschwache Kinder gleichermaßen profitieren.

Damit dies gut gelingt und jedes Kind entsprechend seinen individuellen Voraussetzungen optimal gefördert wird, ist der Unterricht in der Grundschule grundsätzlich individualisiert: Individualisierter Unterricht bietet herausfordernde Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an, die den jeweiligen Lernständen der Kinder angepasst sind. Daneben gibt es verschiedene Maßnahmen, die den Lernweg des einzelnen Kindes intensiv unterstützen sollen.

Deshalb arbeiten Lehrerinnen und Lehrer eng mit Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, Erzieherinnen und Erziehern und anderen zusammen. Einige dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich besonders spezialisiert, z.B. auf besondere Begabungen, Motorikförderung, Förderung im mathematischen Bereich oder Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS).

An allen Bremer Grundschulen gibt es zudem Sprachberaterinnen und Sprachberater, die speziell im Bereich Sprache fortgebildet sind. Diese „Spezialisten“ bilden gemeinsam eine Fachgruppe, das „Zentrum für unterstützende Pädagogik (ZUP)“. Dieses erstellt auch das Förderkonzept für die ganze Schule und bietet, entsprechend dem Bedarf, Fördermaßnahmen an.

Das ZUP-Team berät sich mit den unterrichtenden Lehrkräften des Kindes, wenn das Kind besonders gefördert werden muss oder seine besondere Begabung durch eine Maßnahme sinnvoll unterstützt werden soll. Das Team berät dann auch darüber, wer die richtige Maßnahme für das Kind bieten kann, und erstellt einen individuellen Förderplan.

Wird weitere Beratungs- und Diagnostikkompetenz benötigt, wenden sich die Schulen an eines der "Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren (ReBUZ)".

Handreichung zur Anwendung von Nachteilsausgleichen (pdf, 1.5 MB)
Erste Verordnung für unterstützende Pädagogik

Zentren für unterstützende Pädagogik (ZuP)

Die Einrichtung von Zentren für unterstützende Pädagogik sichert in der Umsetzung des inklusiven Unterrichtens den Erhalt der Fachlichkeit für die allumfassende Förderung und den fachgerechten Einsatz der benötigten Ressourcen.

Zentren für unterstützende Pädagogik sind integraler Bestandteil einer Schule oder eines Verbundes. Mitglied sind alle Fachkräfte, die für die Förderung der Schülerinnen und Schüler einer Schule oder in einem Verbund zuständig sind. Das sind Lehrkräfte mit einer speziellen Kompetenz (z.B. Sonderpädagogen), pädagogische Mitarbeiter/innen (z.B. Assistenzen oder sozialpädagogische Fachkräfte) und Schulsozialarbeiter/innen.

Die Aufgaben umfassen die Förderung der Schülerinnen und Schüler bei spezifischen individuellen Lernausgangslagen wie:

  • LRS - Förderung
  • Dyskalkulie-Förderung
  • Leseförderung (z.B. Lese-Intensiv-Förderung)
  • Förderung besonderer Begabungen (Hochbegabtenförderung etc.)
  • Sonderpädagogische Förderbedarfe (Sehen, Hören, motorische Entwicklung, Wahrnehmung- und Entwicklungsförderung, Lernen, Sprache, emotional-soziale Entwicklung)
  • Sprachförderung

Die unterstützende Pädagogik wird gewährleistet durch:

  • Zeitweise Doppelbesetzung im Unterricht
  • Multiprofessionelle Kompetenzen der Mitglieder des ZuP
  • Förderdiagnostik und Förderplanung
  • Einsatz der Braille - Schrift und Gebärdensprache
  • Individuelle Hilfen
  • Einbeziehung von therapeutischen, sozialen und sonstigen Hilfen außerschulischer Träger
  • Beratung und Unterstützung in allen Fragen der sonderpädagogischen und weiterer unterstützender pädagogischer Förderung
  • Planung, Durchführung, Evaluation gemeinsamen Unterrichts
  • Qualitätssicherung Standards unterstützender Pädagogik
  • Erstellen und Vorhalten von Medien und Materialien, die die unterstützende Pädagogik ermöglichen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Seit Anfang 2012 gehört zu jeder Schule in Bremen ein ZuP

Mit Beginn des Jahres 2012 sind an allen Schulen ZuP eingerichtet, kleinere Grundschulen bilden Verbünde. Somit ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, den Prozess der Auflösung der Förderzentren weiter voran zu bringen. Als ein Garant für das Gelingen des inklusiven Prozesses an den Schulen hat sich die Einführung der neuen Funktionsstelle der ZuP – Leitung herausgestellt, insbesondere, wenn diese mit Sonderpädagog/innen besetzt werden.

Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren (ReBUZ)

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Beratung, Unterstützung und Diagnostik erhalten die an Schule Tätigen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler in besonders schwierigen Situationen in den vier Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren.

Diese umfasst die Bereiche

  • Lernentwicklung
    - Lern- und Leistungsprobleme
    - Lese- und Rechtschreibschwäche
    - Rechenschwäche
    - Besondere Begabung
    - Schwierigkeiten der
    - Lautsprachentwicklung
  • Sozial-emotionale Entwicklung
    - Verhaltensauffälligkeiten
    - Psychische Auffälligkeiten
    - Schulabsentismus
    - Gewaltvorkommnisse
    - Suchtgefährdung
  • Schullaufbahn und Übergänge
  • Krisen und Notfälle an Schulen

Maßnahmen der ReBUZ:

  • Schulergänzende Maßnahmen
    Temporäre Unterstützung in unterschiedlichen schulischen Settings
  • Schulersetzende Maßnahmen
    Intensivpädagogisches befristetes Beschulungsangebot
  • Schulmeiderprojekte
    Kooperationsprojekte zwischen Bildung und Soziales zur Verstetigung des Schulbesuchs von Jugendlichen

Kontakt:

ReBUZ Nord                              
Gerhard-Rohlfs-Straße 62
28757 Bremen
Telefon 0421 361-7792
nord@rebuz.bremen.de
ReBUZ West                              
Vegesacker Straße 84
28217 Bremen
Telefon 0421 361-10803
west@rebuz.bremen.de
ReBUZ Süd
Große Weidestraße 4-16
28195 Bremen
Telefon 0421 361-10559
sued@rebuz.bremen.de
ReBUZ Ost
Fritz-Gansberg-Straße 22
28213 Bremen
Telefon 0421 361-16050
ost@rebuz.bremen.de

Telefonische Erreibarkeit:

ReBUZ Ost, Süd, West:
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00, Freitag von 8:00 bis 13:30 Uhr.
ReBUZ Nord:
Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr

Termine in allen Regionen nach Vereinbarung.

Weitere Informationen

Kontakt

Frau Meike Wittenberg

21-2

Rembertiring 8-12
28195 Bremen