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Kreativpotentiale Bremen

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Europa was geht - Foto: Johanna Ahlert
   

Kreativpotentiale Bremen ist eine Initiative der Senatorin für Kinder und Bildung, die seit 2014 gefördert wird von der Stiftung Mercator im Rahmen des Stiftungsprogramms "Kreativpotentiale". In der laufenden zweiten Förderphase (Kreativpotentiale Bremen II/ November 2017 – Oktober 2020) unterzeichneten die Senatorin für Kinder und Bildung und der Senator für Kultur erstmals gemeinsam die Fördervereinbarung mit der Stiftung Mercator. Das Bremer Programm unterstützt weiterführende Schulen bei der Entwicklung eines kulturellen Profils und ist getragen von der Auffassung, dass kulturelle Bildung die Gestaltung individueller Zugänge zum Lernen bereichern kann und im Umgang mit heterogenen Lerngruppen, bei Sprachförderung und der Kreativitäts- und Persönlichkeitsentwicklung zusätzliche Handlungsoptionen eröffnen kann. Qualitätsmerkmale und Gelingensbedingungen für kulturbezogene Schulentwicklungsvorhaben werden entwickelt sowie kulturelle Praxisprojekte realisiert. Fortbildungen und Vernetzungstreffen werden gemeinsam mit dem Landesinstitut für Schule und der Quartier gGmbH durchgeführt, Die Quartier gGmbH ist seit über 25 Jahren in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Bremer Stadtteilen tätig. Als Programmagentur berät und begleitet sie Schulen z.B. bei der Konzeption und Realisierung kultureller Praxis und der Vernetzung mit geeigneten Künstlerinnen und Künstler und (Kultur-) Einrichtungen im Stadtteil.

Liste der Schulen im Programm (pdf, 176 KB)

Projektsteuerung und Evaluation

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Mit den Kulturteams der Kreativpotentiale-Schulen werden jeweils zum Schuljahresende sogenannte “Bilanzierungsgespräche“ geführt. Die Basis dazu bildet eine von den Schulen erstellte Stärken/Schwächen-Analyse und der „Kulturfahrplan“ der Schule. Ausgehend von den Bilanzierungsgesprächen werden Perspektiven für die Weiterarbeit formuliert. In der ersten Phase (2014-2017) wurde ein externes Wissenschafts-Team beauftragt, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Kunstschaffende zu befragen, um die Programvorhaben zu evaluieren. In der zweiten Programmphase (2017-2020) führen die beteiligten Schulen interne Evaluationen durch, die zum Teil durch das Referat für Qualitätsentwicklung bei der Senatorin für Kinder und Bildung begleitet werden.

Schulen auf dem Weg zu einem kulturellen Profil

In 2014 und 2015 haben sechs allgemeinbildende und berufsbildende Schulen unterschiedliche,
von der Quartier gGmbH entwickelte innovative Kulturformate in Kooperation mit Kulturinstitutionen und Künstlerinnen und Künstlern erprobt. Die Projekte waren auf die speziellen Bedarfe und Rahmenbedingungen der Schulen zugeschnitten, mit Ressourcen ausgestattet und wurden intensiv begleitet und evaluiert. Die Schulen wählten verschiedene Wege, die Kulturformate in ihre Jahresplanung zu integrieren, zum Beispiel als wöchentliches Zeitfenster im Stundenplan eines gesamten Jahrgangs oder in Form von Werkstattwochen, die über das Schuljahr verteilt wurden. Am Ende jeder Projektphase standen öffentliche Präsentationen der Produktionen im Stadtteil. Die Schülerinnen und Schüler erhielten darüber hinaus Einblicke in künstlerische Berufe und Arbeitsfelder, so dass auch die Berufsorientierung ein begleitender, aber nicht unwesentlicher Aspekt der Vorhaben war.

Opera/Musiktheater
Blaubarts Burg (2014)
WegWeise (2015)

Academy/Tanz
Unterwegs (2015)

KunstWerkStadt – 325 urban style / Bildkünstlerisches Projekt
urban Update (2015)
Ein interdisziplinäres Kunstprojekt (2017) | Europa, was geht?

Fortbildung und Vernetzung

Seit 2015/206 liegt der Fokus der Begleitung der Programmschulen auf der nachhaltigen Verankerung kultureller Bildung in der Schule. Diese ist nur in Verbindung mit einem Schulentwicklungsprozess erfolgreich. Für die Kulturteams der Schulen finden sogenannte „Entwicklungslabore“ statt, das heißt zentrale Fortbildungen zu spezifischen Fragestellungen im Kontext von Schulentwicklung, Kulturkooperationen und weiteren Aspekten gelingender kultureller Bildung.

Jedes Entwicklungslabor beinhaltet eine von Künstlerinnen und Künstlern gestaltete künstlerische Interaktion als Einstieg und bietet Schulen Handwerkszeug für die Gestaltung ihrer Profilbildung.

Themen der Entwicklungslabore:

28.03.2019
„Wie strategische Kommunikation kulturelle Bildung in der Schule stärkt“ mit einem Impulsvortrag von Prasanna Oommen (Köln), Kommunikationsexpertin, Öffentlichkeitsarbeiterin und Moderatorin. Frau Oommen gibt in diesem Rahmen einen exklusiven Workshop für Schulleitungen. Die Fortbildung ist geöffnet für alle Schulen im Bundesland Bremen mit einem kulturellen Profil.
Programm und Anmeldung (pdf, 342.3 KB)

2018

  • "Partizipation in der kulturellen Bildung – Herausforderung und Chance" mit einem Impulsvortrag von Dr. Helle Becker (Essen). Dieser Fachtag wurde geöffnet für alle Lehrkräfte im Land Bremen.

2017

  • »Entdecke die Möglichkeiten: Lernen und kulturelle Bildung« in Kooperation mit dem deutsch-kanadischen Programm »Learning Through The Arts«. Dieser Fachtag wurde geöffnet für alle Lehrkräfte im Land Bremen.

2015

  • Zukunftswerkstatt »Schule mit kulturellem Profil« mit einem »best practice«-Beispiel der Richtsberg-Kulturschule aus Marburg und einem Impulsvortrag von Dr. Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Haus Bremen
  • »Projektmanagement« in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement
  • »Fundraising« in Kooperation mit dem Forum Philanthropie der Universität Bremen

Darüber hinaus wurden schulinterne Fortbildungen (SCHiF) konzipiert und durchgeführt, die speziell auf den Bedarf der Schulen zugeschnitten waren:

  • »Schule macht Kultur – Auf dem Weg zur kreativen Schule«: Fortbildung für das gesamte Kollegium mit dem Ziel, die kulturelle Bildung in der Schule breit aufzustellen und dafür zu sorgen, dass sie von vielen aktiv getragen wird. Vorstellung von »best practice«-Modellen, die die Potentiale kultureller Schulentwicklung aufzeigen sowie das Kulturteam und die kulturelle Projektidee der Schule präsentieren.
  • Künstlerische Praxis: Unter Anleitung von Künstlerinnen und Künstlern durchlaufen Lehrerinnen und Lehrer Werkstätten in den Bereichen Schauspiel, Tanz, Perkussion, um die künstlerische Arbeit „am eigenen Leib“ kennenzulernen.
    Eat-Art-Kreativtag: Angeregt durch eine schulinterne Fortbildung für die Lehrkräfte einer berufsbildenden Schule konzipierten diese eigenständig einen Eat-Art-Kreativtag und führten ihn erfolgreich mit 20 Workshops für die rund 300 Schülerinnen und Schüler der Schule durch.
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Links:

- Schulen auf dem Weg zu einem kulturellen Profil – Dokumentation 2014-2017 (pdf, 1.3 MB)
- Projektflyer Kreativpotentiale Bremen I
- Kreativpotentiale Bremen
- Stiftung Mercator
- Programmagentur Quartier gGmbH
- Kultureinrichtungen in Bremen und ihre Angebote für Schulen (pdf, 395.1 KB)
- Kultureinrichtungen in Bremerhaven und ihre Angebote für Schulen (pdf, 333.3 KB)
- Blaubarts Burg - ein schulübergreifendes Musiktheaterprojekt (pdf, 4.4 MB)

Kontakt

Programmleitung

Frau Renate Raschen

20-2

Rembertiring 8-12
28195 Bremen

Projektkoordination

Frau Ulrike Osten

20 PJ01

Rembertiring 8-12
28195 Bremen