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Nordminister wollen digitale Medien "passgenauer ausrichten"


05.09.2016 - Bremens Senatorin für Kinder und Bildung, Dr. Claudia Bogedan, Hamburgs Schulsenator Ties Rabe und Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst haben sich in Hamburg zum Meinungsaustausch getroffen. Die norddeutschen Bildungsministerinnen und -minister befassten sich unter anderem mit Fragen zum Digitalen Lernen an Schulen, der Weiterentwicklung der Ganztagsangebote und der Qualitätsverbesserung des Unterrichts.
Zwischen ihnen besteht Einigkeit darüber, dass das Lernen mit digitalen Medien wie Computer und Laptop im Schulunterricht energisch ausgebaut werden muss. Damit verknüpfen sie gleich zwei Ziele: Einerseits soll der Unterricht durch die Verwendung von digitalen Medien passgenauer auf die unterschiedlichen Lernansprüche der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet werden und das Lernen in der Schule erfolgreicher machen. Andererseits geht es auch darum, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf die Anforderungen der modernen Berufs- und Bildungswelt nach der Schule vorzubereiten. Studien zeigen, dass gerade Schülerinnen und Schüler in der Schule zu wenig an digitale Techniken herangeführt werden und nach der Schulzeit nur mangelhaft auf die Anforderungen der Berufswelt vorberietet sind. Gemeinsam wollen die Bildungsminister in der Kultusministerkonferenz darauf dringen, die maßgeblich von den drei Norddeutschen unterstützte Strategie zur digitalen Bildung noch in diesem Jahr zu beschließen.

Einig ist man sich auch darüber, dass der Ausbau der Ganztagsschulen in Norddeutschland – aber auch bundesweit – ein wichtiges Ziel der Schulpolitik ist. Die Veränderungen in Familie und Beruf erfordern einen stetigen Ausbau von Ganztagsschulen. In diesem Zusammenhang kommt es auch darauf an, die zusätzliche Zeit klug zu nutzen, um Schritt für Schritt auch den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Die drei norddeutschen Bildungsminister stimmen auch darin überein, die Qualitätsentwicklung des Unterrichts als einen der wichtigsten Bausteine einer guten Schulpolitik weiter voranzubringen. In diesem Zusammenhang bekräftigten die Ministerinnen und Minister noch einmal den von der Kultusministerkonferenz eingeschlagenen Weg, den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler durch nationale Lernstandserhebungen regelmäßig zu überprüfen. Für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht sei es unverzichtbar, die Ergebnisse des Unterrichts regelmäßig zu überprüfen.

Das Treffen in Hamburg war das zweite Treffen seiner Art. Die norddeutschen Bildungsminister treffen sich regelmäßig zum Meinungsaustausch.