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Denkort Bunker Valentin beeindruckt Senatorin


Der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, Dr. Thomas Köcher führte Senatorin Dr. Claudia Bogedan durch die Gedenkstätte

29.06.2016 - "Ich bin tief beeindruckt vom Denkort Bunker Valentin. Er ist ein gigantisches Mahnmal, ein Symbol für Größenwahn und eine menschenverachtende Ideologie. Die Ausstellung ist sehr bewegend. Sie beschreibt das erschreckende und traurige Ausmaß der Zwangsarbeit - schlimm und quälend", sagte Senatorin Dr. Claudia Bogedan während ihres Besuchs. Seit der Eröffnung der Gedenkstätte im November 2015 haben über 14.000 Interessierte das neue Informationszentrum und den Rundweg über das Gelände besucht. Die Gäste kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, viele auch aus dem Ausland. "Die hohe und beeindruckende Besucherzahl zeigt, dass die Informationsangebote zur Geschichte der Zwangsarbeit während des Bunkerbaus sehr gut angenommen werden und die Entscheidung von Bürgerschaft und Senat zur Einrichtung des Denkortes honoriert wird", erklärt Bogedan. Sie würdigt mit Ihrem Besuch die geleistete Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung und beglückwünscht sie zum Erfolg des Denkortes.

Das Informationszentrum, das neu gestaltete Gelände und die Informationssysteme zur Geschichte des Bunkers Valentin, die in den vergangen fünf Jahren entwickelt wurden, stehen seit dem 10. November der Öffentlichkeit zur Verfügung. "Die Besuchszahlen waren von Anfang an sehr hoch. Wir können durchschnittlich 100 Personen pro Tag begrüßen. An Sonntagen sind es mitunter bis zu 400 Menschen. Hinzu kommen die regelmäßig durchgeführten pädagogischen Projekte mit Schulklassen und jungen Erwachsenen.", so Dr. Thomas Köcher, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Bremen. "Die hohe Resonanz zeigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige war. Die Geschichte Bremens im „Totalen Krieg“ wird an diesem Ort eindrücklich vermittelt. Wir erhalten viele positive Rückmeldungen von unseren Besuchern."

Der Bunker "Valentin" in Bremen-Farge war eines der größten Rüstungsprojekte des nationalsozialistischen Deutschland. Von 1943 bis 1945 arbeiteten tausende Zwangsarbeiter aus ganz Europa auf der Bunkerbaustelle. Über Jahrzehnte wurde um die Nachkriegsnutzung der von Zwangsarbeiten errichteten U-Boot-Werft gerungen. Im Jahr 2010 hat der Senat der Freien Hansestadt Bremen die Landeszentrale für politische Bildung mit dem Aufbau und dem Betrieb des "Denkort Bunker Valentin" beauftragt. Im Jahr 2015 wurde der Aufbau fristgerecht abgeschlossen und der Bunker sowie das Außengelände für Besucherinnen und Besucher geöffnet.